Bis der Kopf raucht: Virologe Drosten gibt's nun als Räuchermann

Seiffen - Das Coronavirus niederhalten, davon dürfte nicht nur Christian Drosten (48) träumen. Zumindest bildhaft als Räuchermännchen tut der Virologe nun aber genau das. Ein Familienbetrieb aus dem erzgebirgischen Seiffen hat den Chefvirologen der Berliner Charité als Holzfigur nachempfunden und ihn auf ein stilisiertes Virus gestellt.

Als Fuß für das "Rachermannl" dient das stilisierte Virus.
Als Fuß für das "Rachermannl" dient das stilisierte Virus.  © Hendrik Schmidt dpa/lsn

"Volkskunst orientiert sich immer an der Zeitgeschichte, an dem, was passiert", sagte Holzkünstler Tino Günther am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In diesem Jahr sei kaum ein Beruf so sehr ins Blickfeld der Aufmerksamkeit gerückt wie der des Virologen.

Das 26 Zentimeter hohe Räuchermännchen trägt einen weißen Kittel, selbstverständlich einen Mund-Nasen-Schutz und zerzaustes Haar. Diese Ähnlichkeit mit dem inzwischen einer breiten Öffentlichkeit bekannten Wissenschaftler sei aber "rein zufällig", ergänzt Günther augenzwinkernd.

Im Unterschied zum traditionellen "Rachermannl", wie man im Erzgebirge sagt, raucht die Virologen-Figur nicht aus dem Mund.

"Das geht ja schon durch die Mund-Nasen-Maske nicht und hätte auch nicht gepasst." Also qualmt dem Räuchermann sinnbildlich der Kopf. Außerdem streckt der Virologe - versteckt unter der Maske - der Pandemie die Zunge heraus.

Tino Günther präsentiert den qualmenden Drosten-Räuchermann vor.
Tino Günther präsentiert den qualmenden Drosten-Räuchermann vor.  © Hendrik Schmidt dpa/lsn

Die Nullserie mit 15 Stück sei binnen weniger Stunden ausverkauft gewesen, berichtet Günther. Inzwischen führe er eine Bestellliste. Richtig losgehen soll die Produktion dann nach Weihnachten im Januar.

Mit einem in der Krise nicht zu vernachlässigenden Nebeneffekt: Nach der für die Branche wichtigsten Zeit des Jahres könnte das Geschäft mit dem Drosten-Räuchermännchen die sieben Fertigungsmitarbeiter vor der ansonsten drohenden Kurzarbeit retten.

Titelfoto: Hendrik Schmidt dpa/lsn

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