Weil die Kliniken voll sind: Sächsischer CDU-Politiker will Corona-Patienten aus Tschechien aufnehmen

Schwarzenberg - Weil in Tschechien die Kliniken voll sind: Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß (45, CDU) möchte Corona-Patienten aus dem Nachbarland im Erzgebirge aufnehmen.

Alexander Krauß (45, CDU) möchte Corona-Patienten aus Tschechien in Sachsen aufnehmen.
Alexander Krauß (45, CDU) möchte Corona-Patienten aus Tschechien in Sachsen aufnehmen.  © Uwe Meinhold

"In unserem Nachbarkreis auf böhmischer Seite ist das Virus außer Kontrolle geraten", sagte der Erzgebirger. In der Region Falkenau (Sokolov) liege die Inzidenz derzeit bei unglaublichen 2600 (!), im Umkreis der Stadt Karlsbad bei 1900.

"Wir können helfen und wir sollten helfen", so der CDU-Politiker. Die Verlegung von Patienten aus dem Karlsbader Kreis in andere Landesteile Tschechiens gelinge nur noch mit größten Anstrengungen. Der Grund: Fast alle Intensivbetten sind mittlerweile belegt.

"Ich gehe davon aus, dass die Tschechische Republik in den kommenden Tagen ein Hilfsgesuch an Deutschland stellen wird."

Krauß warnte zudem davor, die Entwicklung in Tschechien zu unterschätzen. Die hochansteckende britische Corona-Mutation breite sich dort rasant aus.

Diese Virus-Variante sei auch durch tschechische Arbeitskräfte in den Erzgebirgskreis eingetragen worden, so Krauß.

In Tschechien sind bereits viele Kliniken am Limit (Symbolbild).
In Tschechien sind bereits viele Kliniken am Limit (Symbolbild).  © Dalibor Glück/CTK/dpa

"Wir dürfen jetzt nicht verspielen, was wir uns in den vergangenen Wochen durch die schmerzlichen Beschränkungen hart erarbeitet haben", sagte der Bundestagsabgeordnete mit Blick auf die Forderung, Einschränkungen für tschechische Arbeitnehmer aufzuheben.

Titelfoto: Dalibor Glück/CTK/dpa, Uwe Meinhold

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