Wetterphänomen in Sachsen: Wie gefährlich ist der Sahara-Staub?

Erzgebirge - Wetter-Phänomen in Sachsen: Sahara-Staub weht zu uns rüber und färbt auch die Sonnenauf- und -untergänge gelblich bis orange. Aber ist das eigentlich gefährlich?

Blick vom Fichtelberg auf den orange gefärbten Himmel.
Blick vom Fichtelberg auf den orange gefärbten Himmel.  © André März

Bereits Anfang Februar konnte das Phänomen des "Blutregens" in Deutschland beobachtet werden (TAG24 berichtete).

Am Mittwoch war der Himmel im Erzgebirge und weiteren Teilen Sachsens orange und milchig getrübt.

Das Hochdruckgebiet Ilonka lenkt aktuell Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland und transportiert so den Sand aus der Sahara tausende Kilometer aus Afrika zu uns.

Gerade morgens und abends sieht man den Saharastaub in der Luft am besten. Da sich die Lichtstrahlen anders brechen, färbt sich der Himmel intensiver. Somit ist das Morgen- und Abendrot besonders stark ausgeprägt.

Sogar auf die Temperaturen hat die Staubkonzentration im Himmel eine Auswirkung. Da die Sonne gedämmt wird, fallen die Tageshöchsttemperaturen um ein bis zwei Grad niedriger aus.

Doch ist dieser Staub eigentlich gefährlich für uns?

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, sind die Staubpartikel so klein, dass sie nur einen geringen Gesundheitseffekt bewirken. "Jedoch können robuste und langlebige Krankheitskeime auf strukturierten Partikeloberflächen weit transportiert werden", heißt es weiter.

In einer Studie unter Beteiligung der Uni Innsbruck heißt es, diese mikrobiellen Gemeinschaften seien besonders resistent und könnten zum Teil in völlig unterschiedlichen Lebensräumen überleben. "Es könnten sich dabei auch Krankheitserreger etablieren, was zu einem erhöhten Gesundheitsrisiko für Mensch, Tier und Umwelt führen könne", heißt es.

Allergologen zufolge ist der Staub erst ab einer Konzentration von mehr als 100 Mikrogramm pro Kubikmeter für Pollenallergiker oder Asthmatiker eine zusätzliche Belastung, weil die Atemwege gereizt werden können und sich dann auch die Allergiesymptome verstärken.

Noch bis Freitag soll das Wetter-Phänomen bei uns zu beobachten sein.

Titelfoto: André März

Mehr zum Thema Erzgebirge:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0