Wieder heftige Regenfälle in Sachsen: Straßen verwandeln sich in Flüsse!

Großrückerswalde - Auch am Donnerstag haben heftige Gewitter und Starkregen zu Überflutungen im Erzgebirge geführt.

In Großrückerswalde (Erzgebirge) führten heftige Regenfälle am Donnerstag zu überschwemmten Straßen.
In Großrückerswalde (Erzgebirge) führten heftige Regenfälle am Donnerstag zu überschwemmten Straßen.  © André März

Besonders heftig wütete das Unwetter in der Gemeinde Großrückerswalde. Dort schüttete es am Nachmittag wie aus Eimern.

Der Bach, der an der Marienberger Straße entlangführt, trat über das Ufer und überschwemmte die Fahrbahn. Dies führte zu massiven Verkehrsbehinderungen. Auch zahlreiche Grundstücke wurden von den Wassermassen überflutet.

Die Feuerwehr hatte allerhand zu tun! Laut Einsatzleiter Sebastian Hilbert mussten zehn Einsatzstellen von den Kameraden abgearbeitet werden - Straßen mussten von Geröll befreit und Keller ausgepumpt werden. Verletzt wurde offenbar niemand.

Es ist bereits der dritte Tag, an dem die Feuerwehr wegen Überflutungen im Erzgebirge ausrücken musste.

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Doch viel schlimmer traf es Nordrhein-Westfalen. Dort führten Regenmassen zu heftigen Überschwemmungen. Zahlreiche Häuser stürzten ein, es gab mehrere Tote! Mehr zum Hochwasser-Drama in NRW lest Ihr im TAG24-Ticker.

Der Bach in Großrückerswalde war am Donnerstag völlig überflutet, die Wassermassen donnerten gegen eine Brücke!
Der Bach in Großrückerswalde war am Donnerstag völlig überflutet, die Wassermassen donnerten gegen eine Brücke!  © André März

Mann (53) von Sturzflut im Erzgebirge mitgerissen: Suche vorübergehend gestoppt

Im Jöhstädter Ortsteil Steinbach wurde am Dienstagabend ein Mann (53) von den Wassermassen mitgerissen - er wird seitdem vermisst.
Im Jöhstädter Ortsteil Steinbach wurde am Dienstagabend ein Mann (53) von den Wassermassen mitgerissen - er wird seitdem vermisst.  © B&S

Auch am Donnerstagvormittag suchte die Feuerwehr mit Hochdruck nach einem 53-jährigen Mann, der am Dienstagnachmittag in Jöhstadt von einer Sturzflut mitgerissen wurde und seitdem vermisst wird.

Das Drama passierte offenbar, als der Mann sein Grundstück vor dem Hochwasser sichern wollte. Nachbarn versuchten ihn noch zu retten, doch es war zu spät - der 53-Jährige wurde von den Wassermassen mitgerissen!

"Die Suche nach dem Vermissten wurde aktuell gestoppt", so ein Polizeisprecher gegenüber TAG24. Allerdings werde die Suchaktion fortgesetzt, sobald die Wetterlage sich beruhigt.

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Doch viel Hoffnung, den Mann lebend zu finden, gibt es nicht. Seit Mittwochmorgen suchen die Einsatzkräfte nach dem 53-Jährigen.

Spürhunde und ein Polizeihubschrauber waren im Einsatz - bisher leider ohne Erfolg!

Titelfoto: André März

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