"Wir sind stinksauer!": Illegale Fütterungen im Zoo der Minis in Aue

Aue-Bad Schlema - Trotz Verbot! Im Zoo der Minis in Aue werden offenbar immer wieder Tiere von einigen Besuchern gefüttert, nun meldet sich der Verein bei Facebook zu Wort.

Tierpfleger fanden Reste von Schokoriegeln und Kaubonbons mit Folie in Gehegen.
Tierpfleger fanden Reste von Schokoriegeln und Kaubonbons mit Folie in Gehegen.  © Zoo der Minis Aue e.V.

"Heute haben wir mal kein schönes Foto für Euch. Wir haben ja wirklich super tolle Freunde und Besucher. Zumindest über 90% sind das...Aber es gibt eben auch die Wenigen, die scheinbar Tiere hassen. Oder warum füttert man hochempfindliche Tiere, wie unsere Krallenäffchen, mit Schokoriegeln und Kaubonbons ? Und dann auch noch mit Folie", mit diesen direkten Worten macht der Verein seinem Unmut über die illegalen Fütterungsaktionen Luft.

In der vergangenen Woche seien sogar Reste von Schokoriegeln mit Folie im Gehege der Dahomeyrinder gefunden worden. "Wenn Wiederkäuer Fremdkörper fressen, kann das ganz oft zu einem qualvollen Tod führen", heißt es weiter.

Aufgrund der "unbelehrbaren" Besucher hat der Tierpark mittlerweile an fast jedem Gehege ein "Füttern verboten"-Schild angebracht.

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Das Posting endet mit: "Wir sind stinksauer und hoffen, dass die Tiere nicht krank werden...".

"Füttern verboten!" - Im Tierpark Chemnitz drohen Strafen für die Missachtung

Mittlerweile hat der Zoo der Minis an fast jedem Gehege ein "Füttern verboten"-Schild angebracht.
Mittlerweile hat der Zoo der Minis an fast jedem Gehege ein "Füttern verboten"-Schild angebracht.  © Zoo der Minis Aue e.V.

Bei einigen Usern löst der Beitrag einfach nur Kopfschütteln aus: "Unmöglich so etwas", "Das macht einen echt wütend", "Selbst wenn es Kinder waren, die es nicht böse gemeint haben, so liegt es in der Verantwortung der erwachsenen Begleiter, das zu unterbinden und den Kindern zu erklären. Hab kein Verständnis dafür".

Auf Nachfrage von TAG24, ob Tiere aktuell aufgrund der Fütterung erkrankt seien, sagte der Verein: "Sie haben es gut weggesteckt, zum Glück hatte ein aufmerksamer Besucher noch rechtzeitig dem Tierpfleger Bescheid gegeben..."

Bleibt zu hoffen, dass sich in Zukunft alle Besucher an das Fütterungsverbot halten. Überlasst das Füttern einfach dem Personal des Zoos!

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Im Chemnitzer Tierpark drohen sogar Strafen für die Missachtung des Fütterungsverbotes: "Kommt ein Tier zu Schaden, kann der Verursacher für eine Sachbeschädigung haftbar gemacht werden", warnt der Tierpark. Durch das illegale Füttern kann auch eine fahrlässige Tierquälerei vorliegen. Hier droht sogar eine Haftstrafe.

Titelfoto: Zoo der Minis Aue e.V.

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