Ab Mittwoch geht es los: Verschärfte Corona-Regeln in Hessen

Aktualisiert: 19. November, 19.43 Uhr

Wiesbaden - Die Regeln zum Schutz vor der Corona-Pandemie werden in Hessen Mitte der kommenden Woche verschärft.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) informierte am Freitag über die neuen Corona-Regeln und ab wann diese gelten.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) informierte am Freitag über die neuen Corona-Regeln und ab wann diese gelten.  © dpa/Wolfgang Kumm

Dies teilten Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) und Sozialminister Kai Klose (47, Grüne) am Freitag nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Wiesbaden mit.

Die Corona-Pandemie sei nicht überwunden, betonte der Regierungschef. Die zuletzt konstant gestiegenen Zahlen der Neuinfektionen sowie die äußerst ernste Lage in den Krankenhäusern zeigten, dass gehandelt werden müsse.

"Um die Pandemie einzudämmen, braucht es einen gesamtgesellschaftlichen Kraftakt." Bouffier und Klose appellierten erneut eindringlich an die Menschen in Hessen, sich impfen zu lassen. "Die Impfung ist und bleibt gerade jetzt der beste Weg aus der Pandemie."

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In Hessen werden nun neue Regelungen nach den von Bundestag und Bundesrat festgelegten Änderungen des Infektionsschutzgesetzes sowie Änderungen nach den Beschlüssen der Ministerpräsidenten Konferenz umgesetzt.

Demnach soll mit Inkrafttreten der neuen Schutzverordnungen ein negativer Corona-Test alleine nicht mehr für einen Besuch von Innenräumen in Restaurants, Sportstätten oder Kultureinrichtungen ausreichen. Hier sollen künftig nur Genesene und Geimpfte Zutritt erhalten.

Am Arbeitsplatz gelte dann die 3G-Regel. Arbeitgeber dürften den Geimpft-, Genesen- oder Getestet-Status einsehen und verarbeiten, aber nicht langfristig speichern. Im Fernverkehr oder öffentlichen Nahverkehr gelten die 3G-Regel und eine FFP2-Maskenpflicht.

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Die verschärften Corona-Regeln sollen nicht nur die Pandemie eindämmen, sondern auch mehr Menschen zum Impfen bewegen.
Die verschärften Corona-Regeln sollen nicht nur die Pandemie eindämmen, sondern auch mehr Menschen zum Impfen bewegen.  © dpa/Boris Rössler

Auch eine weitere Verschärfung der Maskenpflicht ist vorgesehen. Sie gilt künftig an den Sitzplätzen in Schulen, Hochschulen, Hotels, in Kinos oder Theatern. In Discos, Bars oder Prostitutionsstätten brauche man einen Impf- oder Genesenennachweis und einen negativen Test. Die Schutzverordnung soll dann zunächst bis zum 23. Dezember gelten.

Bundestag und Bundesrat hatten am Donnerstag beziehungsweise Freitag dem Infektionsschutzgesetz der Ampelparteien zugestimmt. Nach der Einigung von Bund und Ländern in der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag sollen beim Überschreiten bestimmter Belastungsschwellen in den Kliniken künftig schärfere Corona-Maßnahmen greifen.

Dazu wurden drei Stufen vereinbart. Maßgeblich sind die gemeldeten Krankenhausaufnahmen von Corona-Patienten pro 100.000 Einwohner in einem Sieben-Tage-Zeitraum. Steigt diese Hospitalisierungsrate auf über 6, sollen die Länder auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich Testnachweise oder andere Maßnahmen vorschreiben.

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Aufgrund der steigenden Infektionszahlen in der Corona-Pandemie habe Hessen wieder die Hilfe der Bundeswehr angefragt, berichtete Bouffier. Das Angebot sei vom Bundesverteidigungsministerium gemacht worden. Soldaten könnten wieder in Altenheimen Hilfe leisten oder auch bei der Nachverfolgung von Infektionswegen eingesetzt werden.

Auch die Kontrollen für das Umsetzen der neuen Corona-Regeln sollen verschärft und dabei auch verstärkt die Polizei eingesetzt werden.

Titelfoto: dpa/Wolfgang Kumm

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