Amazon-Beschäftigte streiken und wollen damit "Black-Friday"-Abwicklung stören

Bad Hersfeld - Beschäftigte des Online-Händlers Amazon haben nach Angaben der Gewerkschaft Verdi an zwei Standorten in Bad Hersfeld ihre Arbeit niedergelegt.

Bis Dienstagabend sollen die Streiks bei Amazon in Bad Hersfeld noch andauern (Symbolbild).
Bis Dienstagabend sollen die Streiks bei Amazon in Bad Hersfeld noch andauern (Symbolbild).  © dpa/Uwe Zucchi

Der Streik sei mit der Nachtschicht von Sonntag auf Montag gestartet, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft vor Ort.

Er solle bis Dienstagabend andauern. Die Gewerkschaft wolle damit die Abwicklung der Bestellungen zum umsatzstarken "Black Friday" beim Internet-Versandhändler stören.

Hintergrund für den Streik sind die Forderungen nach tariflichen Regelungen zum Schutz der Gesundheit und die Anerkennung der Tarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Bereits in der vergangenen Woche hatten laut Verdi mehr als 500 Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt.

"Die Kundinnen und Kunden, die auf Schnäppchenjagd bei Amazon sind, sollten bedenken, dass dies mit schlechten Arbeitsbedingungen und unfairer, weil nicht tariflicher Entlohnung, erkauft wird", so die Sprecherin der Gewerkschaft.

"Amazon hat gegenüber anderen Handelsunternehmen dadurch Wettbewerbsvorteile."

Update, 9.34 Uhr: Amazon bleibt trotz Streik gelassen

Amazon blickt dem Streik nach eigenen Angaben gelassen entgegen.

"Wie jeden Tag konzentrieren sich auch heute unsere Teams darauf, die Pakete zum Kunden zu bringen. Auswirkungen auf Kundenlieferungen haben die Aktionen nicht, der allergrößte Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeitet ganz normal", hieß es in einer Erklärung.

Titelfoto: dpa/Uwe Zucchi

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