Brutale Attacke: Sollte junger Asylbewerber (19) ermordet werden?

Marburg - Ein brutaler Angriff gegen einen 19-jährigen Asylbewerber bei Neustadt im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf beschäftigt auch nach rund vier Monaten noch immer die Polizei. Die Ermittler suchen Zeugen.

Das schwer verletzte Opfer wurde im September bei einem Feldweg gefunden (Symbolbild).
Das schwer verletzte Opfer wurde im September bei einem Feldweg gefunden (Symbolbild).  © Montage: picture alliance/dpa, Swen Pförtner/dpa

Bereits am 13. September des vergangenen Jahres wurde der 19-Jährige schwer verletzt auf einem Feldweg in Nähe eines Schäferhundevereins an der Landesstraße 3071 zwischen Neustadt und Gleimenhain aufgefunden, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Zeugen hatten den jungen Mann gegen 14 Uhr entdeckt, er habe "erhebliche Verletzungen" erlitten, erklärte ein Sprecher.

Wie der Asylbewerber später aussagte, war er am Morgen des 13. September zwischen 6 und 7 Uhr vor dem Neustädter Bahnhof von mehreren unbekannten Personen attackiert worden.

"Die Täter sollen Schlagwerkzeuge benutzt haben", unterstrich der Polizeisprecher die Brutalität des Angriffs.

Ebenfalls am 13. September wurde demnach eine Jacke des 19-Jährigen bei einem ehemaligen Munitionsdepot bei Neustadt gefunden.

"Das Opfer beschrieb damals die Angreifer als junge Erwachsene und vermutete aufgrund der Sprache eine türkische Herkunft", erklärte der Sprecher weiter.

Einer der Angreifer, ein Mann mit Vollbart und schwarzer Sportkleidung, soll vor der Attacke in einem schwarzen BMW gesessen haben.

War Attacke in Neustadt bei Marburg versuchter Totschlag oder versuchter Mord?

Die Ermittler gehen von einem "versuchten Tötungsdelikt" aus, sie nehmen also an, dass es sich bei dem Angriff um einen versuchten Totschlag, wenn nicht sogar um einen versuchten Mord handelt.

Die Fahndung nach den Tätern dauert an. Zeugen, die Angaben zu dem rätselhaften Angriff in Neustadt machen können, sollen sich unter der Telefonnummer 064214060 bei der zuständigen Kriminalpolizei in Marburg melden.

Titelfoto: Montage: picture alliance/dpa, Swen Pförtner/dpa

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