Blutspende-Knappheit in Hessen: So ist die aktuelle Lage

Frankfurt am Main - Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) kann nach eigener Darstellung den wieder steigenden Tagesbedarf an Blutkonserven in Hessen problemlos decken. 

Der Tagesbedarf der Kliniken an Blutspenden ist wieder gestiegen (Symbolbild).
Der Tagesbedarf der Kliniken an Blutspenden ist wieder gestiegen (Symbolbild).  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Ein Ende Mai gestarteter Aufruf habe den erhofften Erfolg gezeigt, sagte ein Sprecher des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg-Hessen in Frankfurt. "Die Motivation der Menschen ist super", sagte er.

Weil die Krankenhäuser in Hessen auf dem Höhepunkt der Corona-Krise ausschließlich notwendige Operationen durchführen durften, wurden täglich nur zwischen 1600 und 1700 Spenden benötigt.

Seitdem die Kliniken aber wieder in den Regelbetrieb übergehen, sind es den Angaben zufolge rund 2500 – so viel wie vor den von der Landesregierung angeordneten Beschränkungen.

Um jedoch die in den vergangenen Wochen gleichzeitig reduzierten Lagerbestände aufzufüllen, reichen die aktuellen Spenden nicht aus. Die Blutspende-Knappheit in Hessen dauert also an.

Studenten rufen Blutspende-Wettbewerb ins Leben

"Das dauert noch, bis wir die wieder aufgefüllt haben", sagte der Sprecher. Der DRK-Blutspendedienst versorgt laut früheren Angaben mehr als 90 Prozent der Patienten in den hessischen Kliniken mit Blut- und Blutbestandteilkonserven.

Erst am gestrigen Montag war zudem bekannt geworden, dass Studenten aus dem hessischen Marburg einen Blutspende-Wettbewerb ins Leben gerufen haben (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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