Bundestagswahl in Hessen: SPD legt zu, CDU verliert deutlich

Wiesbaden - Die SPD hat bei der Bundestagswahl in Hessen die CDU überholt und ist mit Abstand stärkste Kraft geworden.

Die Bundestagswahl 2021 ist gelaufen: In Hessen ging die SPD als deutlich stärkste Kraft aus der Wahl hervor. (Symbolbild)
Die Bundestagswahl 2021 ist gelaufen: In Hessen ging die SPD als deutlich stärkste Kraft aus der Wahl hervor. (Symbolbild)  © Arne Dedert/dpa

Die Sozialdemokraten erreichen laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis des Landeswahlleiters von Montag 27,6 Prozent. Das entspricht einem Plus von 4,1 Prozentpunkten gegenüber dem Ergebnis von vor vier Jahren. Mit 22,8 Prozent verlor die CDU hingegen deutlich (minus 8,1 Punkte).

Die Grünen sind drittstärkste Kraft mit 15,8 Prozent (plus 6,1). Die FDP landet bei 12,8 Prozent (plus 1,3), die AfD kommt auf 8,8 Prozent (minus 3,1) und die Linke auf 4,3 Prozent (minus 3,8).

Mit 76,2 Prozent lag die Wahlbeteiligung etwas niedriger als vor vier Jahren (77,0 Prozent).

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In Hessen wollten die Parteien am Montag das Wahlergebnis analysieren: Gleich am Morgen (9.30 Uhr) sollten Generalsekretäre und Landesvorsitzende der im hessischen Landtag vertretenen Parteien Journalisten bei einer Pressekonferenz im Parlament in Wiesbaden Rede und Antwort stehen.

CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier: "Wir sind bereit, diese Gespräche zu führen"

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) betonte, dass seine Partei den Willen habe, die nächste Bundesregierung zu bilden.
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) betonte, dass seine Partei den Willen habe, die nächste Bundesregierung zu bilden.  © Kay Nietfeld/dpa

Da es für Hessen am Sonntagabend keine Prognose und Hochrechnung gab, schauten die Parteien vor allem auf den Bundestrend. Der hessische SPD-Spitzenkandidat Michael Roth (51) sprach von einem "super Ergebnis" für die Sozialdemokraten.

CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier (69) betonte ebenfalls den Willen seiner Partei, die Bundesregierung zu bilden. Nach dem voraussichtlich sehr knappen Wahlausgang werde es dann um die Frage gehen, wer eine stabile Mehrheit hinter sich bekomme, sagte der CDU-Bundesvize.

"Wir sind bereit, diese Gespräche zu führen." Nach den ersten Hochrechnungen werde die künftige Bundesregierung wohl aus drei Partnern bestehen, sagte der Regierungschef. "Das wird anspruchsvoll. Aber ich glaube, dass das gelingen kann."

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Mit Blick auf eine rechnerisch mögliche Koalition aus CDU, Grünen und FDP sagte Bouffier: "Das ist das, was wir für richtig halten." Entscheidend sei, dass wohl ein rot-rot-grünes Bündnis verhindert werden konnte.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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