Damit kein Impfstoff verfällt: Hessische Landkreise mit Angeboten für Nachrücker

Lauterbach/Wiesbaden - Auch in Zeiten der Impfstoffknappheit werden in den hessischen Corona-Impfzentren nicht alle Impftermine eingehalten.

Weil nicht alle Impftermine eingehalten werden, soll es jetzt Plätze für Nachrücker geben.
Weil nicht alle Impftermine eingehalten werden, soll es jetzt Plätze für Nachrücker geben.  © Friso Gentsch/dpa

Damit trotzdem kein Impfstoff verfällt, wollen zahlreiche Landkreise Nachrückern aus den beiden höchsten Priorisierungsgruppen die Möglichkeit bieten, in mögliche Lücken zu springen, darunter etwa der Vogelsbergkreis, der Main-Kinzig-Kreis sowie die Landkreise Fulda und Groß-Gerau.

Dafür führen sie Listen oder haben spezielle Impf-Börsen ins Leben gerufen, bei denen sich bereits zahlreiche Menschen registriert haben.

Das Vorgehen entspricht Empfehlungen des Landes Hessen. Die Landkreise hätten sicherzustellen, dass kein Impfstoff wegen Überlagerung verfällt, wie das hessische Innenministerium mitteilte.

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Die Impfzentren müssten die Bestellmengen entsprechend anpassen und gegebenenfalls reduzieren, um den Verfall von Impfstoff zu verhindern. Zusätzlich habe das Land Hessen den Impfzentren empfohlen, in eigener Zuständigkeit "Nachrückerlisten" zu führen, auf denen schnell verfügbare, priorisiert zu impfende Personengruppen aufgeführt seien.

Weil die Impfzentren in eigener Verantwortung der Landkreise geführt werden, lägen dem Land keine Kenntnisse vor, ob alle Impfzentren dieser Empfehlung gefolgt seien. "Mehrheitlich ist dies aber wohl der Fall", erklärte das Ministerium.

Titelfoto: Friso Gentsch/dpa

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