Dannenröder Forst: Groß-Einsatz der Polizei geht weiter

Homberg/Ohm - Begleitet von weiteren Protesten von Umwelt- und Klimaschützern hat die Polizei am Mittwoch ihren Groß-Einsatz im Dannenröder Forst fortgesetzt. 

Polizisten stehen am zweiten Tag des Großeinsatzes während der Räumung von Barrikaden im Dannenröder Wald neben einem Banner.
Polizisten stehen am zweiten Tag des Großeinsatzes während der Räumung von Barrikaden im Dannenröder Wald neben einem Banner.  © Boris Roessler/dpa

Laut einem Pressesprecher der Polizei wird es sehr wahrscheinlich noch keine Rodungen geben.

Es stehe die weitere Räumung von Barrikaden auf den Zufahrts- und Rettungswegen und die Beseitigung potenzieller Gefahrenquellen an. Auch werde geschaut, ob über Nacht Barrikaden wieder aufgebaut worden seien. Mehrere hundert Polizisten seien im Einsatz.

In dem Waldstück sollen Bäume für den umstrittenen Weiterbau der Autobahn 49 gerodet werden. Aktivisten wollen das verhindern und halten den Dannenröder Forst, der für sie ein Symbol des Verkehrsprojektes ist, seit mehr als einem Jahr besetzt (TAG24 berichtete).

Am Vortag hatte der Groß-Einsatz im Dannenröder Forst mit der Räumung von Barrikaden und Tripods – dreibeinige Gestelle, auf denen immer wieder Aktivisten ausharren – begonnen (TAG24 berichtete).

Mehrere Menschen kletterten auf Bäume und wurden von der Polizei heruntergeholt. Auch ein Baumhaus wurde entfernt.

Die A49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Befürworter versprechen sich von der Autobahn weniger Lärm und Verkehrsbelastung in Dörfern der Region, die Gegner halten das Projekt angesichts der Klimakrise für verfehlt.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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