Protest im Dannenröder Forst: A49-Gegnerin nach mutmaßlicher Attacke in U-Haft

Gießen - Proteste gegen den Ausbau der A49 in Hessen: Die nach einem mutmaßlichen Angriff auf zwei Polizisten im Dannenröder Wald festgenommene Frau (TAG24 berichtete) ist in Untersuchungshaft genommen worden.

Die Polizei ist seit Tagen mit starken Kräften im Dannenröder Forst im Einsatz.
Die Polizei ist seit Tagen mit starken Kräften im Dannenröder Forst im Einsatz.  © Boris Roessler/dpa

Die Staatsanwaltschaft Gießen wirft der Ausbau-Gegnerin nach eigenen Angaben vom Freitag unter anderem versuchten Totschlag vor.

Wer die Frau ist, war zunächst unklar. Sie hatte bei ihrer Festnahme am Donnerstag keine Ausweispapiere dabei und verweigerte entsprechende Angaben.

Den Ermittlungen zufolge soll die Festgenommene auf einem Baum in einer Höhe von 15 Metern einen Polizisten mehrmals gegen den Kopf getreten haben.

Einem anderen Beamten rammte sie ihr Knie ins Gesicht.

Die Polizisten hatten die Frau im Zuge der Räumungsarbeiten von dem Baum holen wollen und wären durch den Angriff nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft beinahe in die Tiefe gestürzt.

Im Dannenröder Forst in Hessen protestieren seit einiger Zeit Umweltschutz-Aktivisten gegen die Rodungsarbeiten für den Ausbau der Autobahn 49 zwischen Kassel und Gießen (TAG24 berichtete).

A49-Gegner werfen ihrerseits der Polizei Gewalt vor

In den vergangenen Tagen hatte es auch mehrere Vorfälle gegeben, bei denen Aktivisten aus größerer Höhe beinahe oder tatsächlich abgestürzt waren (TAG24 berichtete).

Die A49-Gegner werfen vor diesem Hintergrund ihrerseits der Polizei Gewalt vor (TAG24 berichtete).

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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