Extremistische Gewalt in Hessen hat sich fast verdoppelt

Wiesbaden - Die Zahl extremistischer Gewalttaten ist in Hessen stark gestiegen.

Der rassistische Anschlag von Hanau mit mehrere Toten wurde im Verfassungsschutzbericht den rechtsextremistischen Gewalttaten zugeschlagen. (Symbolbild)
Der rassistische Anschlag von Hanau mit mehrere Toten wurde im Verfassungsschutzbericht den rechtsextremistischen Gewalttaten zugeschlagen. (Symbolbild)  © Dorothee Barth/dpa

79 Taten wurden im Jahr 2020 registriert, wie aus dem am Dienstag von Innenminister Peter Beuth (53, CDU) und Verfassungsschutzpräsident Robert Schäfer (63) in Wiesbaden vorgelegten Verfassungsschutzbericht hervorgeht.

Das entspricht fast einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr, als 41 extremistische Gewalttaten im Land gezählt wurden.

Die rechtsextremistischen Gewalttaten nahmen demnach deutlich zu und stiegen nach dem Bericht von 31 im Jahr 2019 auf 42. Zu einer dieser Taten zählte auch der rassistisch motivierte Terroranschlag in Hanau, bei dem acht Männer und eine Frau erschossen wurden.

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Einen sehr starken Zuwachs von extremistischen Gewalttaten habe es auch im Linksextremismus gegeben. Von fünf Taten im Jahr 2019 sei ein Anstieg auf 34 Taten im vergangenen Jahr registriert worden.

Alleine 31 Taten seien in Zusammenhang mit den gewalttätigen Protestaktionen wegen des Ausbaus der Autobahn 49 in Mittelhessen aufgetreten.

Titelfoto: Dorothee Barth/dpa

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