Frau gequält, erniedrigt und getötet: Gutachten zur Hauptangeklagten

Von Marc Wickel

Darmstadt – Mit einem psychiatrischen Gutachten über die Hauptangeklagte wird an diesem Freitag (9 Uhr) in Darmstadt der Prozess um einen Mord in Frankfurt im Jahr 2016 fortgesetzt.

Laut Aktenlage soll das Opfer regelmäßig gequält worden sein (Symbolfoto).
Laut Aktenlage soll das Opfer regelmäßig gequält worden sein (Symbolfoto).  © Thomas Frey/dpa

Laut Staatsanwaltschaft hat die ehemalige 50 Jahre alte Pflegehelferin vor fünf Jahren die beiden Mitangeklagten, ihren 26 Jahre alten Sohn und einen 24 Jahre alten Mitbewohner, angewiesen, eine 55 Jahre alte Frau zu töten.

Die Leiche war in einem Regenüberlaufbecken in Frankfurt abgelegt worden, wo sie am 10. August 2016 gefunden wurde. Der Name der Toten und die drei Angeklagten konnten 2020 ermittelt werden.

Die Getötete hatte ab 2011 in der Wohnung der Pflegehelferin im Norden Frankfurts gewohnt und schien emotional abhängig von der Hauptangeklagten gewesen zu sein.

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Dort wurde sie laut Anklage von der 50-Jährigen sowie ihrem Sohn in die Verwahrlosung getrieben sowie regelmäßig erniedrigt, gequält und geschlagen.

Das Verfahren gegen die drei Deutschen läuft bei einer Darmstädter Jugendkammer, weil der jüngste Angeklagte zum Tatzeitpunkt Heranwachsender und im Gerichtsbezirk Darmstadt gemeldet war.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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