Gewerkschaft der Polizei fordert erneut Stopp des Castor-Transports

Hannover/Wiesbaden/Biblis - Nach dem Start des Castor-Transports aus dem britischen Sellafield in das Zwischenlager im südhessischen Biblis  (TAG24 berichtete) hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erneut einen Stopp gefordert.

Ein Einsatzwagen der Bundespolizei fährt am Atomkraftwerk Biblis vorbei. In der kommenden Woche wird hier mit der Ankunft von insgesamt sechs Castor-Behältern aus Großbrittanien gerechnet.
Ein Einsatzwagen der Bundespolizei fährt am Atomkraftwerk Biblis vorbei. In der kommenden Woche wird hier mit der Ankunft von insgesamt sechs Castor-Behältern aus Großbrittanien gerechnet.  © dpa/Boris Rössler

Angesichts der Corona-Pandemie sei es unnötig, riskant und unverhältnismäßig, dass ausgerechnet in der kommenden Woche ein Großeinsatz stattfinden solle, teilte die GdP am Donnerstag mit.

Es müsse möglich sein, den Transport in Norddeutschland zu unterbrechen.

Die Begleitung halte Tausende Polizisten in Hessen und Niedersachsen sowie von der Bundespolizei von dringenden Aufgaben ab und setze sie einem gesteigerten Infektionsrisiko aus.

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"Die Überprüfung der Corona-Auflagen werde auch von der Polizei durchgeführt", sagte der GdP-Landesvorsitzende Niedersachsen, Dietmar Schilff.

Der hessische Landesvorsitzende Andreas Grün sprach auch die hohe Belastung der Beamten in Hessen an.

"Hinzu kommt, dass täglich Hunderte von hessischen Einsatzkräften bei den Auseinandersetzungen rund um den Ausbau der A 49 eingesetzt sind. Die Kolleginnen und Kollegen fehlen auch im täglichen Dienst."

Die Bundesregierung dürfe nicht die Gesundheit der Polizeibeschäftigten aufs Spiel setzen.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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