Viel früher als üblich: Grippewelle rollt in Hessen an

Frankfurt am Main - In Hessen steigt die Zahl der gemeldeten Grippefälle - und das früher als in den Vorjahren.

Nachdem in den vergangenen zwei Wintern die Grippe durch die Corona-Maßnahmen ausgebremst wurde, hat sie es in diesem Jahr durch die geringe Immunität in der Bevölkerung sehr viel einfacher.
Nachdem in den vergangenen zwei Wintern die Grippe durch die Corona-Maßnahmen ausgebremst wurde, hat sie es in diesem Jahr durch die geringe Immunität in der Bevölkerung sehr viel einfacher.  © dpa/Bernd Weißbrod

Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, wurden in der vergangenen Woche hessenweit 522 Influenza-Fälle gemeldet. In der Vorwoche waren es 309 Fälle.

Für den Start einer Grippewelle sei diese Größenordnung durchaus normal, erklärte eine Sprecherin des RKI. Ungewöhnlicher sei im Vergleich zu anderen Jahren aber der Zeitpunkt, da die saisonale Grippewelle sonst eher nach der Jahreswende beginne.

In den vergangenen zwei Wintern haben vor allem die Corona-Maßnahmen mit Masken und Abstand auch die Grippe ausgebremst. "Nach fehlenden zweieinhalb Grippewellen kann sich das Virus durch die geringe Immunität jetzt wieder leichter verbreiten", erklärte die Sprecherin.

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Das kältere Wetter ziehe die Menschen im Moment außerdem vermehrt nach drinnen, wo die trockene Heizungsluft und ein enges Beisammensein auch zu einer schnelleren Verbreitung der Viren führen könnten.

Bei den aktuellen Zahlen sei aber auch zu beachten, dass das RKI momentan von vermehrten Testungen ausgehe.

"Die Testbereitschaft ist höher, da bei Atemwegserkrankungen empfohlen wird, nicht nur auf Covid-19, sondern auch auf Influenza zu testen", sagte die RKI-Sprecherin.

Titelfoto: dpa/Bernd Weißbrod

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