Haupteigentümer pleite: Belegschaft des Flughafens Hahn bangt um Jobs

Hahn - Nach der angemeldeten Insolvenz des chinesischen Flughafen-Hahn-Haupteigentümers versucht die Airport-Geschäftsführung ihre Belegschaft zu beruhigen.

Schon seit Jahren schwächelt der abgelegene Airport - Corona versetzte seinem Passagiergeschäft einen besonders starken Dämpfer.
Schon seit Jahren schwächelt der abgelegene Airport - Corona versetzte seinem Passagiergeschäft einen besonders starken Dämpfer.  © dpa/Thomas Frey

Die angekündigte Neuausrichtung des Großkonzerns HNA betreffe nicht den Betrieb des Hunsrück-Flughafens und seine Betreibergesellschaft, betont die Hahn-Geschäftsführung.

"Die deutsche Gesellschaft erfüllt unverändert ihre Verpflichtungen voll umfänglich und wird dies auch in Zukunft so tun", heißt es weiter in dem Schreiben an die Mitarbeiter vom Freitag, welches der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt.

Es endet mit folgenden Sätzen: "Die in China eingeleiteten Maßnahmen haben keine Auswirkung auf Ihre Tätigkeit. An unserer Zusammenarbeit mit allen Airlines, Kunden, Behörden und Partnern wird sich nichts ändern."

Chaos auf Intensivstationen: Werden Operationen willkürlich verschoben?
Hessen Chaos auf Intensivstationen: Werden Operationen willkürlich verschoben?

HNA hatte nach eigener Mitteilung vom Freitag Insolvenz angemeldet. Gläubiger beantragten die Neuausrichtung des hoch verschuldeten Großkonzerns.

Schon seit Jahren schwächelt der abgelegene Airport

Der Hunsrück-Flughafen Hahn gehört zu 82,5 Prozent HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen.

Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat unterdessen den chinesischen Generalkonsul in Frankfurt um Informationen über mögliche Auswirkungen der HNA-Pleite auf den Flughafen Hahn gebeten.

Schon seit Jahren schwächelt der abgelegene Airport - Corona versetzte seinem Passagiergeschäft einen besonders starken Dämpfer.

Die Zahlen im Frachtgeschäft haben sich dagegen positiv entwickelt. Der ehemalige US-Militärflughafen besitzt eine begehrte Nachtflugerlaubnis. Die Hahn-Geschäftsführung äußerte sich vorerst nicht auf Anfrage.

Titelfoto: dpa/Thomas Frey

Mehr zum Thema Hessen: