Auch in dieser hessischen Region ist jetzt eine Wölfin sesshaft geworden

Wiesbaden/Poppenhausen - Auch in der hessischen Rhön gilt nun eine Wölfin als sesshaft. Die Fähe mit dem Laborkürzel GW1422f sei seit 2019 wiederholt, teilte das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) am Dienstag in Wiesbaden mit.

Die Wölfin wurde in Hessen, Thüringen und Bayern genetisch erfasst.
Die Wölfin wurde in Hessen, Thüringen und Bayern genetisch erfasst.  © dpa/Boris Rössler

Bisher sei die Wölfin nur in Thüringen als sesshaft eingestuft gewesen, doch habe sie nachweislich mindestens zweimal die Landesgrenzen passiert, nämlich zwischen Hessen und Thüringen sowie zuletzt die Grenze zu Bayern.

Das Territorium des Tieres erstrecke sich somit über drei Bundesländer. In Hessen gelte die Fähe nun rückwirkend seit 2019 als ansässig.

Den ersten Nachweis des Tieres gab es den Angaben zufolge im Oktober 2019 in der hessischen Rhön bei Poppenhausen. Für Hessen blieb dies bisher der einzige Beleg dieses Tieres, das aus dem Wolfsrudel "Göritz/Klepzig" in Brandenburg stamme.

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Allerdings sei die Wölfin im Februar 2020 auch in Thüringen erfasst worden und dort im Folgejahr erneut.

Thüringen habe GW1422f daraufhin als sesshaft erklärt, das entsprechende Territorium erhielt die Bezeichnung Zella/Rhön.

Hessen hat nun grenzüberschreitend sechs Wolfsterritorien

Den ersten Nachweis des Tieres gab es den Angaben zufolge im Oktober 2019 in der hessischen Rhön bei Poppenhausen.
Den ersten Nachweis des Tieres gab es den Angaben zufolge im Oktober 2019 in der hessischen Rhön bei Poppenhausen.  © Screenshot Google Maps

Ein Wolf gelte dann als territorial, wenn er in einem bestimmten Gebiet mindestens zweimal im Abstand von sechs Monaten genetisch erfasst wird, erläuterte das HLNUG.

Im Herbst 2021 erfolgte schließlich die vierte genetische Bestätigung der besagten Wölfin, und zwar in Bayern am 30. Oktober 2021.

Anlässlich dieser zeitlich weit auseinanderliegenden vier genetischen Nachweise derselben Wölfin hätten sich die drei betroffenen Bundesländer gemeinsam mit der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf beraten und beschlossen, die Wölfin rückwirkend auch in Hessen seit dem Monitoringjahr 2019/2020 länderübergreifend als sesshaft einzustufen.

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Hessen hat damit grenzüberschreitend in der Rhön ein sechstes Wolfsterritorium. Neben der jetzt als sesshaft eingestuften Wölfin gelten bereits drei weitere Einzeltiere, ein Paar und ein Rudel als territorial.

Bei den Einzeltieren handelt es sich um eine Wölfin im Stölzinger Gebirge in Nordhessen, eine weitere Fähe im Vogelsberg und einen Rüden im Odenwaldkreis über die Grenze nach Baden-Württemberg hinweg.

Das Paar lebt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bei Ludwigsau und das Rudel mit den hessenweit ersten Welpen-Nachweisen ist im Rheingau-Taunus-Kreis nördlich von Rüdesheim beheimatet.

Titelfoto: dpa/Boris Rössler

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