Warum stehen auf dem Römerberg 1000 leere Stühle?

Frankfurt am Main - Mit leeren Stühlen haben Gastwirte in Hessen auf die kritische Lage von Gaststätten und Hotels in der Corona-Krise aufmerksam gemacht.

Mit leeren Stühlen demonstrieren Frankfurter Gastronomen auf dem Römerberg.
Mit leeren Stühlen demonstrieren Frankfurter Gastronomen auf dem Römerberg.  © DPA/Arne Dedert

An der bundesweiten Aktion am Freitag beteiligten sich nach Kenntnis des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Betriebe in Frankfurt und Rüdesheim.

"Wir müssen leider davon ausgehen, dass nicht alle Betriebe die Krise überstehen werden", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Dehoga Hessen, Kerstin Junghans.

Die beschlossene zeitweise Senkung der Mehrwertsteuer für Speisen auf sieben Prozent sei ein gutes Signal, helfe aber zum Beispiel Clubs und Diskotheken wenig, wo vor allem Getränke verkauft werden.

"Wir brauchen Hilfsfonds für Gastronomiebetriebe", forderte Junghans. Hier sei auch die Stadt Frankfurt in der Pflicht.

In Hessens größter Stadt gibt es nach ihren Angaben knapp 3000 gastronomische Betriebe inklusive Imbiss-Buden und Trinkhallen.

Nach Angaben der Initiatoren - in Frankfurt federführend die Initiative Gastronomie Frankfurt - wurden am Freitag in 75 deutschen Städten leere Stühle auf zentralen Plätzen aufgestellt.

Auf dem Frankfurter Römerberg waren es den Angaben zufolge knapp 1000.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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