Verfassungsschutz: Zunahme bei Gewalt von Rechtsextremisten in Hessen

Wiesbaden/Berlin - Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten in Hessen ist gestiegen. 

"Wir klagen nicht. Wir kämpfen" steht auf dem T-Shirt eines Teilnehmers einer Neonazi-Demonstration.
"Wir klagen nicht. Wir kämpfen" steht auf dem T-Shirt eines Teilnehmers einer Neonazi-Demonstration.  © ---/dpa

Nach dem am Donnerstag in Berlin präsentierten Verfassungsschutzbericht wurden im vergangenen Jahr 31 Gewalttaten mit rechtem Hintergrund im Land gezählt.

Im Jahr zuvor waren es noch 25.

Bundesweit standen 925 Gewalttaten mit extremistischem Hintergrund aus dem Bereich "Politisch motivierte Kriminalität – rechts" in der Statistik. Das waren knapp 15 Prozent weniger als 2018.

Die politisch motivierten Gewalttaten, die dem linken Spektrum zugerechnet werden, gingen dagegen in Hessen nach dem Verfassungsschutzbericht deutlich zurück. 

Im Jahr 2018 waren noch 13 Fälle registriert worden. Nun liegt die Zahl bei fünf.

Deutschlandweit gab es mit 921 Gewalttaten mit linksextremistischen Hintergrund 8,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Mordfall Walter Lübcke: Seit Juni Prozess in Frankfurt

Eine der bedeutendsten rechtsmotivierten Gewalttaten in Hessen im Jahr 2019 war ohne Zweifel der Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Der CDU-Politiker war im Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses mit einem Kopfschuss getötet worden (TAG24 berichtete).

Am 16. Juni begann der Prozess zum Mordfall Lübcke in Frankfurt. Hauptangeklagter ist der Rechtsextremist Stephan Ernst.

Titelfoto: ---/dpa

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