Telefon-Chaos: Bereitschaftsdienst wütend über Impf-Management in Hessen

Frankfurt am Main - Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen findet die Terminvergabe für die Corona-Impfungen "dilettantisch".

Die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist auf dem Display eines Smartphones am zu lesen: Die Hotline für die Vergabe der Impftermine hat dieselbe Nummer.
Die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes ist auf dem Display eines Smartphones am zu lesen: Die Hotline für die Vergabe der Impftermine hat dieselbe Nummer.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Bei der zweiten Runde in der vergangenen Woche seien "mehrere Tausend Anrufe" beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst eingegangen, sagte der Vorsitzende des Vorstandes der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen, Frank Dastych, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Hotline für die Vergabe der Impftermine und der Bereitschaftsdienst haben dieselbe Nummer (116117), Anrufer werden dann aber über ein Zahlen-Auswahlmenü an zwei unterschiedliche Callcenter weitergeleitet.

"Die Leute sind ja nicht blöd: Wer bei der 1 nicht weiterkommt, drückt beim nächsten Mal die 2 oder die 3 und verstopft damit unsere Leitungen", sagte Dastych.

"Unsere Mitarbeiter müssen jedem Einzelnen dann erklären: 'Nein, hier gibt es keine Impftermine', 'Nein, ich kann Sie nicht durchstellen.'

Und was machen die Leute, die medizinische Probleme haben und bei der 116117 nicht durchkommen, dann? Sie wählen schlimmstenfalls den Notruf 112."

Aus Sicht der KV wäre es besser gewesen, für die Impftermine eine eigene Nummer zu verwenden.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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