Verdi kündigt Streiks in Krankenhäusern und Pflege-Einrichtungen an

Hessen/Frankfurt am Main - Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ruft die Gewerkschaft Verdi an diesem Donnerstag erstmals auch in Hessen zu Warnstreiks auf.

Mehrere leere Krankenhausbetten stehen auf dem Flur der Notaufnahme des Klinikum Frankfurt Höchst. Am Donnerstag sollen auch mehrere hessische Krankenhäuser bestreikt werden. (Symbolbild)
Mehrere leere Krankenhausbetten stehen auf dem Flur der Notaufnahme des Klinikum Frankfurt Höchst. Am Donnerstag sollen auch mehrere hessische Krankenhäuser bestreikt werden. (Symbolbild)  © dpa/Fabian Sommer

Der Schwerpunkt liege dabei auf Krankenhäusern, Pflege-Einrichtungen und einzelnen Trägern der sozialen Arbeit, teilte Verdi am Dienstag mit.

Die Arbeit niederlegen sollen Beschäftigte von Einrichtungen in Frankfurt, Offenbach, Friedberg und Bad Nauheim.

Gestreikt werden soll einen Tag lang - von der Früh- bis zur Spätschicht. In Frankfurt ist für den Vormittag ein Demonstrationszug geplant.

"In den Krankenhäusern und Alten- und Pflegeheimen ist die Notfall-Versorgung sichergestellt. Geplante Operationen könnten verschoben werden", teilte die Gewerkschaft mit.

In mehreren Bundesländern hatten am Dienstag die angekündigten Warnstreiks begonnen.

Die Gewerkschaft Verdi will damit ihren Lohn-Forderungen im laufenden Tarifstreit mit Bund und Kommunen Nachdruck verleihen.

Verhandelt wird über die Einkommen von mehr als zwei Millionen Beschäftigten. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn.

Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit.

Die zweite Verhandlungs-Runde war am Wochenende in Potsdam ohne Annäherung zu Ende gegangen. Bund und Kommunen hatten dort noch kein Angebot vorgelegt.

Warnstreik auch am Uniklinikum Gießen und Marburg angekündigt

Auch am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) soll es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi nächste Woche einen Warnstreik geben.

An beiden Standorten würden die Beschäftigten dazu aufgerufen, von der Frühschicht am Dienstag bis zur Spätschicht am Mittwoch die Arbeit niederzulegen, teilte die Gewerkschaft in Frankfurt am Dienstag mit.

Anlass seien die stockenden Tarifverhandlungen, dabei werde mehr Geld für die etwa 7800 nicht-ärztlichen Mitarbeiter gefordert.

Deren Gehalt solle an die Bezahlung in öffentlichen Krankenhäusern angepasst werden. Laut Verdi verdienen dort die Menschen zum Teil mehrere Hundert Euro im Monat mehr.

Titelfoto: dpa/Fabian Sommer

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