Hessens Ministerpräsident Boris Rhein ist neuer CDU-Landesvorsitzender

Rotenburg an der Fulda - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (50) ist neuer CDU-Landesvorsitzender.

Boris Rhein (50, CDU), Ministerpräsident von Hessen, spricht nach seiner Wahl zum neuen CDU-Landesparteivorsitzenden zu den Delegierten des CDU-Landesparteitages.
Boris Rhein (50, CDU), Ministerpräsident von Hessen, spricht nach seiner Wahl zum neuen CDU-Landesparteivorsitzenden zu den Delegierten des CDU-Landesparteitages.  © Andreas Arnold/dpa

Auf dem Parteitag der Hessen-CDU in Rotenburg an der Fulda stimmten am Samstag 97,96 Prozent der knapp 340 Delegierten für den 50-Jährigen.

Rhein wird Nachfolger des langjährigen hessischen Regierungschefs und Landesvorsitzenden Volker Bouffier (70), der sich aus der Spitzenpolitik zurückzieht.

Bereits seit Anfang Juni ist Rhein neuer Ministerpräsident von Hessen. Mit der Neuaufstellung an der Spitze will sich die hessische CDU auch für die Landtagswahl im Herbst 2023 stärken.

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Rhein stimmte die Delegierten in Rotenburg an der Fulda auf den anstehenden Wahlkampf ein. Die Hessen-CDU wolle das Potenzial der Mitglieder stärker nutzen, sagte er.

Es werde keine bequeme Zeit. Rhein bekräftigte: "Wir wollen diese Landtagswahl gewinnen."

Boris Rhein möchte viel in Hessen unterwegs sein

Der Ministerpräsident und frisch gewählte Landesvorsitzende kündigte an, viel im Land unterwegs sein zu wollen. Es reiche nicht, nur mit dem Herzen in Hessen zu sein, sagte er – wohl als Seitenhieb auf die Bundesinnenministerin und hessische SPD-Vorsitzende Nancy Faeser (51). Rhein betonte, er sei mit Leib und Seele in Hessen und auch mit beiden Beinen.

Faeser hatte bei einem SPD-Parteitag gesagt: "Und auch wenn ich in meinem Amt als Bundesinnenministerin viel in Berlin bin, in Brüssel oder der ganzen Republik, so hat sich doch nichts geändert: Mein Herz ist in Hessen."

Rhein bekräftigte seine Ankündigung, Hessen widerstandsfähiger gegen Krisen machen zu wollen. Mit Blick auf die Flutkatastrophe im Ahrtal und auf den russischen Angriff auf die Ukraine nannte er den geplanten Ausbau von Sirenenanlagen und Schutzräumen im Land.

Aktualisierte Fassung: 2. Juli, 14.50 Uhr.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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