Hirnentzündung FSME durch Zecken-Biss: Landkreis Fulda neues Risikogebiet

Fulda/Frankfurt/Berlin - Der Landkreis Fulda ist vom Robert Koch-Institut (RKI) als neues Risikogebiet für die meist von Zecken übertragene Hirnentzündung FSME eingestuft worden.

Zecken können durch ihre Bisse Krankheiten übertragen, darunter auch die Hirnentzündung FSME.
Zecken können durch ihre Bisse Krankheiten übertragen, darunter auch die Hirnentzündung FSME.  © Patrick Seeger/dpa

Damit gibt es in Hessen insgesamt zehn FSME-Risikogebiete, wie aus dem aktuellen Epidemiologischen Bulletin des RKI in Berlin hervorgeht.

Neben dem Landkreis Marburg-Biedenkopf in Mittelhessen sind dies die südlichen und südöstlichen Regionen: der Main-Kinzig-Kreis, die Landkreise Offenbach, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße, der Odenwaldkreis sowie die Städte Offenbach und Darmstadt – und neu der Landkreis Fulda.

Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf Erkrankungsdaten mehrerer Jahre.

FSME beginnt mit Beschwerden wie Kopfschmerzen und Fieber. Bei einem kleinen Teil der Infizierten kann es nach einer Zeit ohne Symptome zu einer zweiten Phase mit Hirnhaut-, Gehirn- oder Rückenmarksentzündung kommen.

Die Krankheit kann tödlich verlaufen. Den zuverlässigsten Schutz bietet eine Impfung.

Zecken lieben lichte Wälder, Waldränder und hohes Gras

Typische Lebensräume für Zecken sind unter anderem lichte Wälder und Waldränder sowie Flächen mit hohem Gras oder Büschen, wie es im Bericht heißt. Auch Gärten und städtische Parks bieten gute Bedingungen.

Deutschlandweit sind 169 Kreise als FSME-Risikogebiete definiert. Generell bestehe in Deutschland ein Risiko für eine FSME-Infektion vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen, im südöstlichen Thüringen und in Sachsen, hieß es vom RKI.

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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