Hunderte Menschen demonstrieren am Dannenröder Forst gegen Rodungen

Dannenrod/Gießen - Die Gegner der Waldrodung für den Autobahnbau in Mittelhessen haben am Sonntag ihre Proteste fortgesetzt. 

Polizeibeamte halten Ausbaugegner vom Zugang in den Maulbacher Wald ab. (Archivfoto)
Polizeibeamte halten Ausbaugegner vom Zugang in den Maulbacher Wald ab. (Archivfoto)  © Arne Dedert/dpa

An einer Demonstration von Dannenrod (Vogelsbergkreis) aus nahmen nach Polizeiangaben mehrere Hundert Menschen teil, die Veranstalter sprachen von mehr als 1000 Demonstranten. 

Die Teilnehmer hätten sich "schützend vor den Dannenröder Wald gestellt", teilte eine Sprecherin mit. Zu der Aktion hatten das Aktionsbündnis "Keine A49", die Nichtregierungsorganisation Campact und "Fridays for Future" aufgerufen.

Weitere Rodungen fanden am Sonntag nicht statt. Eine Sprecherin des Aktionsbündnisses sagte, Aktivisten und Aktivistinnen im Herrenwald hätten den Tag genutzt, um die Waldbesetzung dort auszubauen. Es werde erwartet, dass die Rodungen dort am Montag fortgesetzt würden.

Auf einer digitalen Landesmitgliederversammlung der hessischen Grünen fand am Samstag ein Antrag keine Mehrheit, aus der Koalition mit der CDU auszusteigen, falls die Rodungen im Dannenröder Forst und im Herrenwald nicht beendet werden können. Stattdessen stimmten die Mitglieder mehrheitlich einem Antrag des Landesvorstands zu, wonach die hessische Landesregierung nach Ausschöpfen aller gerichtlichen Möglichkeiten keine Möglichkeit mehr habe, den Autobahnbau zu stoppen. 

Die hessischen Grünen bezeichnen den Bau der A49 in dem mehrheitlich angenommen Antrag aber als falsch.

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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