Mehr Lehrer und Schüler erkranken: Müssen Schulen bald wegen Omikron schließen?

Wiesbaden - Die Quoten der positiven Tests bei Lehrern und Schülern steigen. In der Corona-Pandemie werden die Auswirkungen der Omikron-Welle auf den hessischen Schulbetrieb nach Angaben von Lehrervertretern von Tag zu Tag größer.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert von der Landesregierung in Hessen Klarheit, ab welchem Punkt Schulen bei einer weiteren Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht übergehen sollten.
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert von der Landesregierung in Hessen Klarheit, ab welchem Punkt Schulen bei einer weiteren Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht übergehen sollten.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Thilo Hartmann, erklärte in Frankfurt, der Anteil der Schülerinnen und Schüler wie auch des pädagogischen Personals, der wegen einer Infektion oder Quarantäne nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann, wachse an. "In Hessen ist das Rhein-Main-Gebiet besonders betroffen."

Hartmann forderte von der Landesregierung Klarheit darüber, ab welchem Punkt Schulen bei einer weiteren Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht übergehen sollten.

"Dies sollte rechtzeitig geordnet geschehen, bevor schlimmstenfalls der Unterrichtsbetrieb komplett zusammenbricht", sagte er.

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Darüber hinaus sollte das Kultusministerium bekannt geben, wie die zentralen Abschlussprüfungen in diesem Schuljahr gehandhabt werden.

Nach den Worten des GEW-Vorsitzenden muss es dringend Anpassungen geben, etwa wegen des hohen Unterrichtsausfalls durch erkrankte Lehrkräfte oder für von Quarantäne betroffene Schülerinnen und Schüler.

Quoten positiver Corona-Tests in der ersten Unterrichtswoche höher als vor Weihnachten

Im Vergleich zur Zeit vor Weihnachten sind die Quoten positiver Corona-Tests von Schülern und Lehrern deutlich gestiegen.
Im Vergleich zur Zeit vor Weihnachten sind die Quoten positiver Corona-Tests von Schülern und Lehrern deutlich gestiegen.  © dpa/Sebastian Gollnow

In der ersten Unterrichtswoche nach dem Ende der hessischen Weihnachtsferien sind die Quoten positiver Corona-Tests von Schülern und Lehrern im Vergleich zu der Zeit vor Weihnachten gestiegen.

Die Positivquote habe nach PCR-Tests Ende der vergangenen Woche bei Schülerinnen und Schülern bei 0,13 Prozent und bei Lehrkräften bei 0,14 Prozent gelegen, wie das Kultusministerium in Wiesbaden am Montag mitteilte.

In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien habe diese Positivquote unter den Schülerinnen und Schülern 0,04 Prozent betragen (Lehrer: 0,03 Prozent).

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Derzeit befänden sich rund 4500 Schülerinnen und Schüler (0,6 Prozent) sowie 425 Lehrkräfte (0,7 Prozent) in Quarantäne.

"Die aktuellen Infektionszahlen liegen über denen vom Herbst und sie werden vermutlich auch noch einige Zeit steigen", erläuterte Kultusminister Alexander Lorz (56, CDU).

Auch wenn Omikron nach Aussagen von Fachleuten zu weniger starken Krankheitsverläufen führe als etwa die Delta-Variante, müssten Schulen und Familien weiter wachsam bleiben.

"Unser Ziel ist auch weiterhin, bis zum Ende des Winters und darüber hinaus so viel Präsenzunterricht wie möglich anzubieten", bekräftigte Lorz.

Titelfoto: dpa/Frank Rumpenhorst

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