Ärzte kämpften stundenlang um sein Leben: Junge (8) bricht durch Eisdecke in See ein und stirbt

Großalmerode - Alle Hilfe kam zu spät: Ein achtjähriger Junge ist im Krankenhaus gestorben, nachdem er auf einem zugefrorenen See in Hessen eingebrochen war.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz, doch alle Hilfe kam zu spät: Der Achtjährige starb im Krankenhaus (Symbolbild).
Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz, doch alle Hilfe kam zu spät: Der Achtjährige starb im Krankenhaus (Symbolbild).  © Montage: dpa/Andreas Arnold, dpa/Boris Roessler

Ärzte hätten stundenlang um das Leben des Jungen gekämpft, um kurz vor Mitternacht aber seinen Tod feststellen müssen, teilte die Polizei am frühen Dienstagmorgen mit.

Das Kind war Polizeiangaben zufolge beim Spielen auf das nicht mehr tragfähige Eis des Rommeroder Sees bei Großalmerode im hessischen Werra-Meißner-Kreis gegangen. Nachdem er eingebrochen war, habe er sich nicht mehr selbstständig befreien können.

Ein anderes Kind, das am frühen Montagabend mit dem Jungen unterwegs gewesen war, holte demnach Hilfe. Erst nach knapp einer Stunde konnten Taucher den eingebrochenen Jungen an Land ziehen.

Wie lange er unter dem Eis gewesen war, blieb zunächst unklar. Er wurde in kritischem Zustand und unter laufenden Reanimationsmaßnahmen mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Kassel geflogen, wo er später starb.

Seelsorger betreuten die Eltern des Kindes. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Todesursache und den Umständen des Unglücks.

Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Tauchern der DLRG vor Ort. Auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera war im Einsatz.

Polizei warnt vor dem Betreten von geschlossenen Eisdecken

Die Polizei warnte, dass es zwar trotz der Plusgrade in einigen stehenden Gewässern noch geschlossene Eisdecken gebe, diese aber nicht mehr tragfähig seien und bei Betreten akute Lebensgefahr bestehe.

Eltern sollten auf ihre Kinder einwirken, unter keinen Umständen auf solche Eisflächen zu gehen.

Titelfoto: Montage: dpa/Andreas Arnold, dpa/Boris Roessler

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