Minister: Regulärer Schulbetrieb in Hessen mit verschärften Corona-Regeln

Von Andrea Löbbecke und Oliver Pietschmann

Wiesbaden - Das Bundesland Hessen will den Schulbetrieb nach den Sommerferien landesweit und in allen Schulformen im Präsenzunterricht starten – allerdings unter zunächst verschärften Corona-Regeln.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (55, CDU) hofft, dass "die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung".
Hessens Kultusminister Alexander Lorz (55, CDU) hofft, dass "die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung".  © Sven Braun/dpa

Dazu zählt mit Blick auf Reiserückkehrer für die ersten zwei Wochen des neuen Schuljahres eine Erhöhung der Testfrequenz von derzeit zwei auf drei Tests pro Woche und Maskenpflicht auch am Platz während des Unterrichts.

Das kündigte Kultusminister Alexander Lorz (55, CDU) am Montag in Wiesbaden an.

Demnach sollen die Schulen nach den Ferien regulären Betrieb an fünf Tagen die Woche für alle Schülerinnen und Schüler anbieten – ohne gravierende Einschränkungen.

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Diese Pläne würden mit der Hoffnung geschmiedet, "dass die positive Pandemielage ebenso anhält wie die Impfung der Bevölkerung".

Derweil ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Hessen am Montag erneut leicht gestiegen. Die Zahl der Neuinfizierten je 100.000 Einwohnern an sieben aufeinanderfolgenden Tagen lag nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts vom Montag bei 9,6 (Stand: 3.12 Uhr). Damit erhöhte sich dieser Wert, der am Sonntag 9,2 betragen hatte, den sechsten Tag in Folge.

Binnen eines Tages wurden am Montag 33 neue Corona-Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie infizierten sich bislang 291.793 Menschen in Hessen, weitere Todesopfer meldete das RKI nicht. Im Bundesland starben bislang 7555 Menschen an oder mit dem Virus.

Auf den Intensivstationen des Landes lagen nach Zahlen des Divi-Registers vom Montag 53 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung (Stand 7.19 Uhr). Von ihnen wurden 21 beatmet. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Titelfoto: Sven Braun/dpa

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