Nach Corona-Straßenschlacht in Frankfurt: Wie viel Gewalt gegen Polizei in Hessen?

Wiesbaden/Frankfurt am Main - Im Verlauf des Osterwochenendes kam es gleich zu zwei gravierenden Gewalt-Taten gegen Polizisten in Frankfurt.

Das Foto zeigt einen mit Helm geschützten Polizisten in Frankfurt-Griesheim am Abend des Karfreitag.
Das Foto zeigt einen mit Helm geschützten Polizisten in Frankfurt-Griesheim am Abend des Karfreitag.  © Christian Jösch/5vision.media

Am Abend des Karfreitag eskalierte eine Corona-Kontrolle der Polizei in Frankfurt-Griesheim zu einer regelrechten Straßenschlacht. Die Beamten wurden massiv bedroht und angegriffen, ein Großeinsatz der Polizei war die Folge.

Am Samstag wurden Angehörige einer Polizeistreife in Frankfurt-Gallus von einem Mann mit zwei Messern attackiert. Die Beamten mussten sich mit einem Schuss wehren (TAG24 berichtete).

Dies sind nur zwei Einzel-Beispiele, doch sie dokumentieren offensichtlich einen generellen Trend.

Die Gewalt gegen Polizeibeamte in Hessen liegt weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Im Jahr 2019 wurden 2052 derartige Übergriffe gezählt, ein Jahr davor waren es 2041 gewesen.

Das sind etwa 300 Übergriffe mehr als noch vor fünf Jahren, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Dirk Gaw und Klaus Herrmann im hessischen Landtag hervorgeht.

Gewalt gegen Polizei und Rettungsdienst in Hessen gestiegen

Auch Personal von Rettungsdiensten war im vergangenen Jahr häufiger Gewalt ausgesetzt als in den Jahren zuvor. So stieg die Zahl der Angriffe auf Rettungsdienste von 41 im Jahr 2014 auf 84 im vergangenen Jahr. Insgesamt wurden demnach 112 Angehörige des Rettungsdienstes Opfer körperlicher Angriffe.

Die Zahl liegt höher als die Zahl der Taten, da in einigen Fällen mehrere Menschen bei ein und demselben Zwischenfall angegriffen wurden.

Titelfoto: Christian Jösch/5vision.media

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