Prostituierte in Hessen: So krass hat Corona die Zahl der Frauen reduziert

Wiesbaden - Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der in Hessen angemeldeten Prostituierten deutlich gesunken.

Nach dem Prostitutionsschutzgesetz müssen sich Prostituierte in Deutschland offiziell anmelden. (Symbolbild)
Nach dem Prostitutionsschutzgesetz müssen sich Prostituierte in Deutschland offiziell anmelden. (Symbolbild)  © dpa/Boris Roessler

Wie das Statistische Landesamt am Donnerstag berichtete, besaßen Ende 2021 insgesamt 2506 Prostituierte eine in Hessen ausgestellte Anmeldung nach dem Prostitutionsschutzgesetz. Ende 2019 hatte es noch 4593 in Hessen ausgestellte Anmeldungen gegeben, Ende 2020 waren es 2491.

Bordelle und Laufhäuser gehörten im Laufe der Pandemie zu den Bereichen, die am längsten schließen mussten.

Während einerseits in Städten wie Frankfurt am Main die illegale Straßenprostitution etwa im Bahnhofsviertel blühte, berichteten Beratungsstelle wie auch Betreiber von Bordellen, dass vor allem viele ausländische Prostituierte in ihre Heimatländer zurückgekehrt waren oder in Drittländern abwarteten, in denen ihnen auch in der Pandemie Prostitution erlaubt war.

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Prostituierte müssen sich in Deutschland offiziell anmelden. Mit der Anmeldepflicht soll erreicht werden, dass Prostituierte Zugang zu umfassenden Informationen und Hilfeangeboten erhalten und so ihre Rechte besser kennen und wahrnehmen können.

Sie müssen für die Anmeldung persönlich in der Behörde erscheinen.

Titelfoto: dpa/Boris Roessler

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