Streit mit Gießener Ärztin: Abtreibungsgegner legt Einspruch ein

Gießen/Hamburg - Im juristischen Streit mit der Gießener Ärztin Kristina Hänel hat der radikale Abtreibungsgegner Klaus Günter Annen Einspruch gegen ein Urteil des Hamburger Landgerichts eingelegt. 

Kristina Hänel, Gießener Ärztin und Klägerin im Prozess zur Unterlassungsklage gegen den Betreiber der Internetseite "Babykaust", spricht vor der Verhandlung vor dem Zivilgerichtsgebäude.
Kristina Hänel, Gießener Ärztin und Klägerin im Prozess zur Unterlassungsklage gegen den Betreiber der Internetseite "Babykaust", spricht vor der Verhandlung vor dem Zivilgerichtsgebäude.  © Axel Heimken/dpa

Es werde voraussichtlich einen neuen Termin zur mündlichen Verhandlung geben, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag auf Anfrage. 

Die Pressekammer hatte dem Betreiber der Internetseite "Babykaust" untersagt, bei Äußerungen über Hänel Schwangerschaftsabbrüche mit dem Holocaust zu vergleichen. Annen müsse zudem eine Geldentschädigung in Höhe von 6000 Euro an Hänel zahlen. 

Die 64 Jahre alte Medizinerin hatte Unterlassungsklage gegen den Abtreibungsgegner aus Weinheim (Baden-Württemberg) eingereicht. 

Der Richterspruch war ein sogenanntes Versäumnisurteil, weil Annens Anwalt sich beim Prozessauftakt am 24. August nicht wie abgesprochen per Video zugeschaltet hatte. Annen konnte dagegen innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen.

So hat er nach Angaben eines Gerichtssprechers die Möglichkeit, einen zweiten Termin zu erreichen.

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

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