Skifahren in Willingen: "Hoffnungsschnee" für die letzten Wochen der Saison

Willingen/Fulda - Nach monatelangem Lockdown dürfen seit Anfang der Woche Skigebiete in Hessen wieder öffnen.

Die Skipiste am Kaltenhagen im nordhessischen Sauerland ist seit dem 08.3.2021 für Wintersportler geöffnet.
Die Skipiste am Kaltenhagen im nordhessischen Sauerland ist seit dem 08.3.2021 für Wintersportler geöffnet.  © Swen Pförtner/dpa

Doch nicht alle machen in den letzten Wochen der Saison noch einmal auf. Während die Liftbetreiber in Willingen die Gäste bis Ende der Woche jeden Abend zum Flutlicht-Skifahren begrüßen, bereitet sich die Betriebsleitung auf der Wasserkuppe bereits auf die Sommersaison vor.

"Wir werden die Skilifte diese Saison nicht mehr öffnen. Die Anlagen sind zwar bereit, wir haben aber keinen Schnee mehr produziert", sagte Florian Heitmann, Betriebsleiter der Ski- und Rodelarena Wasserkuppe.

"Wir haben die Sommerrodelbahn unter der Piste laufen und wollten das Risiko nicht eingehen, dass wir Schnee verteilen, nicht öffnen dürfen und dann alles wieder wegräumen müssen."

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Um wenigstens im Frühjahr und Sommer Besucher an der Rodelbahn empfangen zu dürfen, stehe man bereits in der Klärung mit dem Gesundheitsamt.

In Willingen hingegen hat man in den kalten Wochen vorgesorgt und die Pisten beschneit. "Wir haben es immer Hoffnungsschnee genannt", sagte eine Sprecherin des Skigebiets. "Keinen Schnee zu machen, hätte geheißen aufzugeben." Jetzt seien die Pisten präpariert, die Sportler könnten sich erstmals in der Saison auf alpinen Wintersport freuen, teilte Skigebietssprecher Jörg Wilke mit.

Tickets könnten online gebucht werden, Restkarten gibt es auch noch vor Ort. In den Wartebereichen, an den Kassen und im Lift bestehe die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken.

Die Öffnung "bringt einfach Hoffnung"

Wintersportler stehen beim Flutlichtskifahren an der Talstation Schlange.
Wintersportler stehen beim Flutlichtskifahren an der Talstation Schlange.  © Swen Pförtner/dpa

Mindestens zwei Wochen soll das Skigebiet offen bleiben, teilte eine Sprecherin mit. Man rechne mit etwa 1000 Besuchern pro Tag. "In einer normalen Saison sind es natürlich deutlich mehr", teilte eine Sprecherin des Skigebiets mit.

Im Vergleich zu einer normalen Wintersaison bringe es im Umsatz nichts. "Aber die Öffnung bringt einfach Hoffnung. Ich würde sie ein Trostpflaster nennen." Ab Dienstag sollte bis zum Ende der Woche jeden Abend Flutlicht-Skifahren angeboten werde.

Finanziell könne das Sommergeschäft auf der Wasserkuppe die verpasste Wintersaison nicht ausgleichen, teilte Heitmann mit. "Wir können im Sommer den Winter nicht einholen." Gerade dieser Winter hätte bei kalten Temperaturen und viel Schnee wohl hohe Einnahmen gebracht.

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Ein wenig Hoffnung machte Heitmann den Winterliebhabern dann doch noch: "Falls es noch einmal viel Naturschnee geben sollte, könnten wir nochmal öffnen."

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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