Leverkusener Brücke: Fehlgeleitetes Fax ist Schuld an Bau-Verzögerung

Köln - Die Probleme bei der Auftragsvergabe für den Neubau der Leverkusener Rheinbrücke sind unter anderem durch ein fehlgeleitetes Fax verursacht worden.

Die Leverkusener Brücke ist derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen.
Die Leverkusener Brücke ist derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen.  © Federico Gambarini/dpa

Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln. Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet.

Die zur Bezirksregierung gehörende Vergabekammer Rheinland hatte bei der Auftragsvergabe für den Weiterbau der Brücke noch Prüfungsbedarf und wollte in diesem Zusammenhang ein Fax an den Landesbetrieb Straßen.NRW versenden.

Die richtige Faxnummer sei aber anders, als vorgeschrieben, nicht auf der ersten Seite angegeben gewesen und deshalb übersehen worden, sagte die Sprecherin. Dadurch sei das Fax an eine falsche Nummer verschickt worden.

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Weil das Fax somit die richtige Stelle nicht erreichte, erteilte Straßen.NRW den Zuschlag für den Bauauftrag an den Stahlbauer SEH Engineering aus Hannover. Dieser Zuschlag war jedoch unwirksam, weil die unterlegene Bietergemeinschaft noch Prüfbedarf angemeldet hatte.

Dieser zweite Bewerber, ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen deutschen Bauunternehmen, sowie SEH Engineering müssen nun noch einmal neue Preisangebote vorlegen.

Bauarbeiten stehen seit 2020 still

Die Brückenbaustelle steht seit April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW dem österreichischen Baukonzern Porr gekündigt. Der Grund dafür waren laut Straßen.NRW mangelhafte Stahlbauteile, die in China hergestellt worden waren. Porr wies die Vorwürfe zurück. Die Autobahnbrücke ist Teil des stauanfälligen Kölner Autobahnrings.

Die derzeitige Brücke ist derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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