Land setzt diese "Geheimwaffe" im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest ein

Schwerin - Für die Bekämpfung einer drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Mecklenburg-Vorpommern sollen 20 Kadaversuchhunde ausgebildet werden. 

Freiwillige Helfer suchen an der polnischen Grenze nach toten Wildschweinen.
Freiwillige Helfer suchen an der polnischen Grenze nach toten Wildschweinen.  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

"Kadaversuchhunde sind speziell ausgebildete Jagdhunde", sagte Agrarminister Till Backhaus (SPD) am Dienstag in Schwerin. 

Diese Hunde könnten tote Tiere aufspüren. Brandenburg habe bereits gute Erfahrungen mit den Suchhunden gemacht.

Die Ausbildung soll laut Backhaus am Mittwoch in Mecklenburg-Vorpommern beginnen und voraussichtlich sechs bis acht Wochen dauern. Die Hunde kommen demnach aus Mecklenburg-Vorpommern, zuvor seien keine Kadaversuchhunde im Bundesland zum Einsatz gekommen.

Nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter Berufung auf das Friedrich-Loeffler-Institut wurden bis Montag 65 Fälle der Seuche im Nachbarbundesland Brandenburg nachgewiesen - allesamt Wildschweine. 

Der Krisenherd sei noch etwa 85 Kilometer von MV entfernt, erläuterte Backhaus.

Suchhund Bailey sucht im von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Gebiet nach Kadavern.
Suchhund Bailey sucht im von der Afrikanischen Schweinepest betroffenen Gebiet nach Kadavern.  © Fabian Sommer/dpa

Die für Menschen ungefährliche Afrikanische Schweinepest wurde im September erstmals in Deutschland nachgewiesen. Haus- und Wildschweine sterben fast immer, wenn sie sich mit dem Erreger infizieren. 

Im Seuchenfall werden enorme wirtschaftliche Verluste befürchtet.

Titelfoto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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