Lockdown in Mecklenburg-Vorpommern? Ministerin "kann nichts mehr ausschließen"

Schwerin - Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen muss nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (44, SPD) ein weiterer Lockdown in Betracht gezogen werden.

Stefanie Drese (44, SPD), die Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, zieht einen Lockdown in Betracht.
Stefanie Drese (44, SPD), die Gesundheitsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, zieht einen Lockdown in Betracht.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich kann in dieser aktuellen Pandemie-Lage gar nichts mehr ausschließen", sagte Drese am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Situation ist dramatisch." Doch noch könne das Ruder herumgerissen werden.

Wenn sich das Land sieben Tage in der roten Phase der Corona-Ampel befinde und die Versorgung von Patienten gefährdet sei, gebe es die Möglichkeit eines Lockdowns, erläuterte Drese.

Mit dem Eintritt in die rote Phase ist im Nordosten eventuell bereits an diesem Donnerstag zu rechnen. Noch habe Mecklenburg-Vorpommern nicht die schwierige Lage anderer Bundesländer erreicht, stellte die Ministerin fest. "Wir müssen die Zeit nutzen."

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So werde alles getan, um eine Überlastung der Kliniken zu vermeiden. Die Krankenhäuser in MV seien gebeten worden, nicht dringende Operationen zu verschieben.

Leichtere Fälle könnten Drese zufolge in Reha-Kliniken überwiesen werden. Das so frei werdende Personal sei dann für Intensivstationen frei.

Drese befürwortet Impfpflicht für Pflegepersonal

Eine Polizistin kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht: Droht ein neuer Lockdown?
Eine Polizistin kontrolliert die Einhaltung der Maskenpflicht: Droht ein neuer Lockdown?  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Die SPD-Politikerin zeigte sich zufrieden damit, dass derzeit auf Bundesebene eine Impfpflicht für Beschäftigte in Kliniken und Pflegeheimen vorbereitet wird.

Ebenso stimme sie positiv, dass aktuell die Zahl der Menschen steige, die zu einer Erstimpfung bereit sind. Drese führte das unter anderem auch darauf zurück, dass in Mecklenburg-Vorpommern nunmehr die sogenannte 2G-plus-Regel gilt.

Ziel dieser Maßnahmen sei, eine 30-prozentige Kontaktreduzierung zu erreichen. Davon seien in erster Linie die ungeimpften Menschen betroffen.

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Mit der zusätzlichen Testung von Geimpften könnten weitere Impfdurchbrüche vermieden werden, erklärte die Ministerin.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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