Finch und Mark Forster unter Beschuss: Anwohner gehen nach Konzert auf die Barrikaden

Von Elias Kaminski

Neubrandenburg - Am Freitag spielte Pop-Star Mark Forster (39, "Au revoir"), am Samstag dann Finch (32, "Abfahrt") in Neubrandenburg (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Doch das kam nicht bei allen gut an.

Nach den Konzerten von Mark Forster (39, l.) und Finch (32) in Neubrandenburg wurde Kritik von Anwohnern laut.
Nach den Konzerten von Mark Forster (39, l.) und Finch (32) in Neubrandenburg wurde Kritik von Anwohnern laut.  © Annette Riedl/dpa, Alexander Prautzsch/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

Wie der "Nordkurier" berichtet, hätten sich Anwohner über Lärm und Dreck am Marktplatz beschwert.

"Während des Soundchecks haben bei mir die Zahnputzbecher geklirrt", wird ein Bewohner der Vier-Tore-Stadt zitiert. Auch von vollgepinkelten Vorderseiten einiger Läden und Alkohollachen auf den Steinplatten ist die Rede.

Wieder andere rieben sich an den Texten von Finch, in denen es neben Ostalgie auch um Sex und Alkohol geht. "Wer hat das denn genehmigt?", wird ein Neubrandenburger in dem Artikel zitiert.

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Kurios: Die Beschwerdeführer zogen sich daraufhin laut Bericht ausgerechnet in eine Kneipe zurück.

Generell hätte das Konzertwochenende zwar Anklang gefunden, einige Personen seien jedoch der Ansicht gewesen, dass man die Bühne nicht in der Innenstadt, sondern im Kulturpark südwestlich des Stadtzentrums besser aufgebaut hätte.

Eine Kneipenbesucherin fand den Angaben nach jedoch auch versöhnliche Worte: "Ein oder zweimal im Jahr muss eine Stadt das abkönnen".

Und was sagt Finch zu seinem Gig? "Was war das für ein kranker Abriss gestern in Neubrandenburg 😭🙏 DANKE AN ALLE! Ihr seid das Konzert!", kommentierte der selbsternannte "ostdeutsche David Hasselhoff" auf Instagram ein Video des Live-Auftritts. Dieses zeigt auch ein textsicheres Publikum, wie der ausgebildete Mechatroniker feststellt.

"Kranker Abriss": Finch trat in Neubrandenburg auf

In den sozialen Medien fällt das Urteil eindeutig aus, die Kritik können viele nicht nachvollziehen.

"Da es hier um Neubrandenburg geht, bin ich mir sicher, waren es überwiegend die Rentner der Innenstadt", kommentierte ein User auf Facebook. "Am besten kein Gehör mehr schenken, wenn laut dieser Generation nicht mal mehr der Weihnachtsmarkt bis zur üblichen Stunde geöffnet sein darf."

Eine andere meinte: "Oh Gott. Willkommen im Spießerland", während wieder eine andere schrieb: "Alle, die meckern, können doch ins Kloster ziehen."

Titelfoto: Annette Riedl/dpa, Alexander Prautzsch/dpa-Zentralbild/dpa (Bildmontage)

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