Greenpeace soll blechen: So teuer könnten die Steine in der Ostsee noch werden

Sassnitz/Hamburg - Teure Steine: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hält weiter an einem Bußgeld für die umstrittene Stein-Abwurfaktion der Umweltorganisation Greenpeace auf der Ostsee vor Rügen fest.

Greenpeace-Aktivisten versenken im Sommer 2020 einen Felsbrocken in der Ostsee. Die Aktion könnte die Umweltorganisation noch teuer zu stehen kommen.
Greenpeace-Aktivisten versenken im Sommer 2020 einen Felsbrocken in der Ostsee. Die Aktion könnte die Umweltorganisation noch teuer zu stehen kommen.  © Gregor Fischer/Greenpeace Germany

Derzeit werde noch einmal geklärt, wer sich genau bei dem Vorgehen im Sommer 2020 auf dem Schiff befunden hat, von dem Granitsteine im "Adlergrund" abgeworfen wurden, erklärte eine Sprecherin des Amtes am Dienstag.

Greenpeace hatte vor 14 Monaten, vom 26. bis 29. Juli 2020, trotz Verbotes tonnenweise Granitsteine in dem 235 Quadratkilometer großen Schutzgebiet der Ostsee versenkt.

Nach Angaben der Umweltorganisation sollte das Gebiet so vor Zerstörung durch das Fischen mit Grundschleppnetzen geschützt werden. Das BSH hatte dies verboten, trotzdem wurden weiter Steine abgeworfen.

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Greenpeace habe gegen das "Hohe-See-Einbringungsgesetz" verstoßen und auch die rechtmäßige Fischerei außerhalb bestimmter Schonzeiten auf dem Gebiet behindert, hieß es vom Bundesamt. Das Bußgeld könne bis zu 50.000 Euro betragen.

Greenpeace hat Widerspruch gegen Untersagungsverfügung des Bundesamtes eingelegt

Die Umweltorganisation hatte auch Widerspruch gegen die Untersagungsverfügung des Bundesamtes eingelegt. Da eine Begründung dazu erst vor wenigen Wochen eingegangen sei, sei auch dieses Verfahren noch nicht abgeschlossen, hieß es.

In Sassnitz hatten damals heimische Fischer mit Unterstützung von Landesfischerei- und Umweltminister Till Backhaus (62, SPD) gegen die Aktion protestiert, da sie seit Jahren nicht mehr in dem Gebiet fischten.

Titelfoto: Gregor Fischer/Greenpeace Germany

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