Zwei Jugendliche brutal niedergestochen, doch 19-Jährigen erwartet mildes Urteil

Schwerin - Am Landgericht Schwerin hat der Prozess gegen einen 19-Jährigen begonnen, der wegen versuchten Totschlags und schwerer gefährlicher Körperverletzung angeklagt ist.

Blick auf das Gebäude des Landgerichts in Schwerin.
Blick auf das Gebäude des Landgerichts in Schwerin.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Die Staatsanwaltschaft warf ihm am Donnerstag vor, im Januar in Schwerin auf offener Straße aus einer Gruppe von Bekannten heraus auf zwei junge Männer eingestochen zu haben.

Dabei wurde das eine 18 Jahre alte Opfer lebensbedrohlich verletzt und musste notoperiert werden.

Der Jugendliche erlitt unter anderem tiefe Schnitte im Gesicht. Das andere 19 Jahre alte Opfer erlitt tiefe Schnittverletzungen an den Händen und Armen, als es dem anderen zur Hilfe kommen wollte.

Der Hintergrund des Angriffs des Angeklagten war seine Annahme, dass einer der beiden attackierten Jugendlichen früher mit einer Bekannten des Angeklagten liiert war und sie während dieser Beziehung geschlagen haben soll. 

Deshalb forderte der Angeklagte das spätere Opfer zu einem Treffen auf, zu dem beide in Begleitung von Freunden erschienen.

Allerdings verwechselte der Angeklagte die Jugendlichen in der "gegnerischen" Gruppe und stach zunächst auf den "falschen" Jugendlichen ein. 

Der angeklagte Jugendliche ist vorbestraft und war nur wenige Wochen vor der angeklagten Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. 

Geständnis könnte Strafe mildern

Die Verteidiger des Angeklagten kündigte ein Geständnis des 19-Jährigen für den kommenden Verhandlungstag an.

Zuvor hatte das Gericht dem Angeklagten eine Haftstrafe von höchstens fünf Jahren zugesichert, falls er umfassend gesteht.

Der Prozess wird am kommenden Donnerstag fortgesetzt. Das Gericht hat zunächst sieben weitere Verhandlungstage für den Prozess angesetzt.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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