Keine Lust mehr auf Umwege: Vorzeitige Öffnung von gesperrter Straße erzwungen

Waren - Ungeduldige Kraftfahrer haben das zuständige Straßenbauamt zur vorzeitigen Öffnung einer Straßenbaustelle an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) veranlasst.

Kurios, wie leicht eine Straßensperrung scheinbar aufgehoben werden kann. (Symbolbild)
Kurios, wie leicht eine Straßensperrung scheinbar aufgehoben werden kann. (Symbolbild)  © malleo/123RF

Um die gespannte Situation zu beruhigen, wird das seit einer Woche gesperrte Nadelöhr der B192 zwischen Waren und Klink bereits am Freitagnachmittag und nicht erst an diesem Samstag geöffnet, teilte ein Sprecher des Straßenbauamtes Neustrelitz mit.

Weil Unbekannte Absperrungen am Freitagmorgen illegal entfernt hatten, waren bereits etliche Autofahrer über den neuen Asphalt gefahren, obwohl auf einem Teilabschnitt noch gearbeitet wurde.

Aufgrund der aktuellen Situation und der Verkehrssicherheit werde nun früher geöffnet. Die B192 verbindet die Region Waren mit der Autobahn 19 bei Malchow und Röbel und gilt als Hauptverkehrsachse im Norden der Müritz.

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Wegen der vielen großen Seen und des Müritz-Nationalparks fehlen kurze Ausweichstrecken. So mussten manche Anlieger statt fünf nun fast 50 Kilometer fahren oder eine Fähre nutzen.

Für das Abfräsen der verschlissenen Beläge, den Einbau neuen Asphalts und barrierefreie Bushaltestellen wurden rund eine Million Euro veranschlagt.

Restarbeiten sollen mit halbseitiger Sperrung erfolgen und komplett im November fertig sein. Die Region Waren ist ein touristisches Zentrum an der Mecklenburgischen Seenplatte und wird jährlich von Zehntausenden Reisenden besucht - auch im Herbst.

Titelfoto: malleo/123RF

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