Leiche in Plattenbau gefunden: Verdächtiger lässt Ermittler rätseln

Rostock - Wenige Tage danach gibt eine Bluttat der Polizei in Rostock weiter Rätsel auf.

Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen in der Nähe des Tatortes in Rostock.
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen in der Nähe des Tatortes in Rostock.  © Benjamin Vormeyer / Rostock News

Nach dem Fund eines gewaltsam getöteten Mannes in einer Wohnung in der Hansestadt sollen Rechtsmediziner die Todesursache klären.

Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Rostock am Montag sagte, wurde eine Obduktion angeordnet. 

Die Leiche war am Samstag in einer Wohnung im Stadtteil Groß Klein entdeckt worden. 

In dem Zusammenhang wurde der 36-jährige Wohnungsinhaber unter dem Verdacht des Totschlags in der Nähe des Hauses festgenommen und verhaftet. 

Zuvor hatte es in der Wohnung eine gewalttätige Auseinandersetzung gegeben, doch die genauen Tatumstände - also wer wen zuerst angegriffen hat und warum - sind aber noch unklar. 

"Der Verdächtige hat bisher weder bei der Polizei noch beim Haftrichter Angaben dazu gemacht", sagte der Sprecher der Behörde.

Nach bisherigen Ermittlungen kannten sich die beiden Rostocker schon länger und hatten sich am Freitagabend zum gemeinsamen Trinken in der Wohnung des 36-Jährigen getroffen. 

Opfer und Tatverdächtiger hatten Schnittwunden

Nachts hatte der Tatverdächtige dann seinen Bruder angerufen und ihm erklärt, es gehe ihm schlecht. Dieser war zu der Wohnung gefahren, hatte die Leiche gefunden und die Polizei alarmiert.

Das Opfer hatte Stich- und Kopfverletzungen. Der Tatverdächtige hatte Schnittverletzungen an Händen und Armen und war in der Nähe des Hauses gefunden worden. 

In der Wohnung wurden mehrere Messer gefunden, die als Tatwerkzeuge infrage kämen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Analyse dauere noch an. 

Der Tatverdächtige kam erst in eine Klinik und nach der medizinischen Versorgung in ein Gefängnis.

Titelfoto: Benjamin Vormeyer / Rostock News

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