Mann will "tote" Leitung auf Grundstück abbauen und löst Großeinsatz aus

Neu Schönau (Mecklenburgische Seenplatte) - Fataler Irrtum: Ein übereifriger Hausbesitzer hat in Neu Schönau für einen Großeinsatz von Feuerwehren, Gasversorger und des Gefahrgutzugs gesorgt.

Der Irrtum eines Hausbesitzers im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hätte beinahe fatale Folgen gehabt. (Symbolfoto)
Der Irrtum eines Hausbesitzers im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hätte beinahe fatale Folgen gehabt. (Symbolfoto)  © 123rf/Claudia Nass

Wie ein Polizeisprecher am Dienstag erläuterte, hatte der 45 Jahre alte Mann am Montag versucht, eine Rohrleitung auf seinem Grundstück unter anderem mit einem Trennschleifer abzutrennen und zu entfernen, weil er dachte, dass diese nicht mehr in Betrieb sei.

Dabei handelte es sich jedoch um die Gasversorgung des Hauses aus einem Flüssiggastank. Nachdem bereits größere Mengen Gas ausgetreten waren, wurde Hilfe gerufen und ein Mitarbeiter der Stadtwerke habe die Gaszufuhr stoppen können.

Trotzdem musste das gesamte Wohnhaus evakuiert werden, da unklar war, wie viel Gas schon ausgeströmt war und das Einatmen solcher Gase gesundheitsschädlich wäre. Solche Gase verflüchtigten sich nicht innerhalb kurzer Zeit.

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Die Familie mit vier Kindern sowie eine 68 Jahre alte Frau aus einer Einliegerwohnung wurden die Nacht über von der Gemeinde anderweitig untergebracht.

Der Einsatz dauerte fast bis Mitternacht. "Zum Glück ist es nicht zu einer Explosion gekommen", sagte der Polizeisprecher.

Titelfoto: 123rf/Claudia Nass

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