Mecklenburg-Vorpommern verstärkt Anstrengungen gegen Schweinepest

Pomellen (Vorpommern-Greifswald) - Ein Königreich für einen Obelix! Bekanntlich hat die beliebte Zeichentrickfigur ständig Hunger und erlegt Wildschweine mit der bloßen Faust - ein idealer Streiter im Kampf gegen die Schweinepest. Da die fiktive Figur aber natürlich nicht zur Verfügung steht, hat sich Mecklenburg-Vorpommern dazu entschieden, die Abschussprämie für Wildschweine zu verdoppeln.

Till Backhaus (61, SPD), Landesagrarminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht an der Grenze zwischen Polen und Deutschland an dem neuen Grenzschutzzaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest neben der Figur eines Wildschweines.
Till Backhaus (61, SPD), Landesagrarminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht an der Grenze zwischen Polen und Deutschland an dem neuen Grenzschutzzaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest neben der Figur eines Wildschweines.  © Stefan Sauer/dpa

Von diesem Dienstag an werden 50 Euro "Pürzelprämie" gezahlt, sagte Agrarminister Till Backhaus (61, SPD) am Montag in Pomellen bei der Vorstellung des neuen Grenzschutzzauns gegen die Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest.

Wildschweine gelten als Überträger der tödlich verlaufenden Tierseuche.

Backhaus setzte bei Pomellen den letzten Zaunpfahl an der Grenze zu Polen. Seit Mitte Juli wurde an der rund 63 Kilometer langen Barriere, die von der Uckermark über Pomellen, Linken und Hintersee bis nach Ahlbeck auf der Insel Usedom verläuft, gearbeitet.

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Mit dem Zaun sollen infizierte Wildschweine daran gehindert werden, die für Menschen ungefährliche Tierseuche aus Polen in den Nordosten Deutschlands einzuschleppen. In Polen grassiert die Tierseuche schon länger, vor allem bei Wildschweinen.

Am 10. September 2020 war die Afrikanische Schweinepest erstmals in Deutschland, im Süden Brandenburgs, amtlich festgestellt worden.

Seitdem wurden in Brandenburg mehr als 170 Fälle in den Kreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland und Spree-Neiße gefunden. Wenige Seuchenfälle bei Wildschweinen meldete auch das benachbarte Sachsen. Hausschweine sind nach Angaben der Behörden in Deutschland bisher nicht betroffen. Es gibt keine Möglichkeit, die Tiere vorbeugend zu impfen.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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