MV-Kabinett beschließt Corona-Lockerungen für Kulturbetriebe

Schwerin - Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hat beschlossen, die Corona-Regeln für Theater, Museen und Kinos anzupassen.

MV-Kulturministerin Bettina Martin (SPD) überbrachte die gute Neuigkeit.
MV-Kulturministerin Bettina Martin (SPD) überbrachte die gute Neuigkeit.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das Kabinett habe sich darauf verständigt, den Kulturbetrieb ab sofort in der Ampelstufe Rot genauso zu behandeln wie andere vergleichbare Bereiche, sagte Kulturministerin Bettina Martin (SPD) nach der Sitzung am Dienstag in Schwerin.

Es werde keine Schließungen von Kultureinrichtungen mehr geben. Die Änderungen sollen gelten, sobald eine geänderte Corona-Landesverordnung vom Landtag beschlossen ist.

Auch in der höchsten Stufe der Landes-Corona-Ampel dürfen die Betriebe demnach in Zukunft geöffnet bleiben, jedoch haben nur Geimpfte und Genesene mit zusätzlichen Corona-Test (2G plus) Zugang. Zudem besteht auch am Platz eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske und die Kapazität bleibt eingeschränkt.

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Den Angaben zufolge dürfen nur 30 Prozent der maximal möglichen Besucher zugelassen werden und zusätzlich gilt hierfür eine Obergrenze von 200 Personen.

Die im Vergleich zu anderen Bundesländern vergleichsweise strikten Regeln für die Kunst- und Kulturszene hatten zuletzt für Kritik gesorgt.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigt Verständnis für die Kulturbranche

Theater, Museen und Kinos dürfen in Mecklenburg-Vorpommer unabhängig von der Corona-Warnstufe geöffnet bleiben.
Theater, Museen und Kinos dürfen in Mecklenburg-Vorpommer unabhängig von der Corona-Warnstufe geöffnet bleiben.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

"In Mecklenburg-Vorpommern werden Museen als Freizeiteinrichtungen angesehen, die geschlossen werden können", hatte etwa der Vorsitzende des Museumsverbandes, Steffen Stuth, gesagt.

Vor allem kleinere, ehrenamtlich geführte Museen sah er durch die bisherigen Regelungen als gefährdet an, da diese von Eintrittsgeldern oder Einzelprojekten lebten.

Bereits am Montag hatte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz Verständnis für die Lage der Kulturbranche gezeigt.

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Das häufige Öffnen und Schließen - je nach Infektionslage - sei belastend gewesen. Sie versprach: "Wir wollen jetzt für mehr Verlässlichkeit sorgen."

Der Vorsitzende der oppositionellen AfD-Fraktion im Landtag, Nikolaus Kramer, kritisierte: "Die angekündigten Erleichterungen im Kulturbereich sind unzureichend und bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein."

Aus seiner Sicht könnte man vor dem Hintergrund der Omikron-Variante des Coronavirus mehr Öffnungen wagen, besonders für die Gastronomie.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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