Nach Mord an Nachbar und Schüsse auf Polizisten: So lange muss Täter hinter Gitter

Boizenburg/Elbe Weil er seinen Nachbarn erstochen und auf einen Polizisten geschossen hat (TAG24 berichtete), ist ein 42-Jähriger aus Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. 

Die Theodor-Körner-Straße in Boizenburg an der Elbe. Bei einem Polizeieinsatz ist hier ein Polizist angeschossen und ein Toter in der Wohnung des Schützen gefunden worden.
Die Theodor-Körner-Straße in Boizenburg an der Elbe. Bei einem Polizeieinsatz ist hier ein Polizist angeschossen und ein Toter in der Wohnung des Schützen gefunden worden.  © dpa/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Gleichzeitig ordnete das Landgericht Schwerin am Freitag die Unterbringungen des Mannes in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik an. Er leide an einer schweren psychischen Störung, hieß es. 

Das Gericht verurteilte ihn wegen Totschlags, versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Waffenbesitzes. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Arbeitslose hatte seinen Nachbarn im Februar getötet, als der bei ihm zu Besuch war. Danach meldete er sich telefonisch bei einem Bekannten und kündigte seinen Suizid an – offenbar ohne zu berichten, was in seiner Wohnung geschehen war. 

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Als daraufhin Beamte bei ihm klingelten, weigerte er sich, die Tür zu öffnen. Nachdem die Polizei die Wohnung mit Hilfe von Feuerwehrleuten gewaltsam öffnete, schoss der Mann in ihre Richtung. 

Die Theodor-Körner-Straße in Boizenburg.
Die Theodor-Körner-Straße in Boizenburg.  © dpa/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

Ein Polizist wurde am Arm getroffen.

Titelfoto: dpa/dpa-Zentralbild/Jens Büttner

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