Neuer Vogelgrippe-Fall in Mecklenburg-Vorpommern: Fast 30.000 Hühner vor Tötung

Lärz (Mecklenburgische Seenplatte) - Wieder stehen in Mecklenburg-Vorpommern Zehntausende Hühner vor der Tötung! Nach einem Vorfall bei Gnoien im Landkreis Rostock, dem fast 70.000 Legehennen zum Opfer fielen, ist nun ein weiterer Vogelgrippe-Fall in einem Legehennen-Betrieb in Lärz aufgetreten. Die Ursache des Ausbruchs ist noch unklar.

Ein Warnschild mit der Aufschrift "Seuchenobjekt Betreten verboten!" hängt nach einem Vogelgrippe-Ausbruch an einem Geflügel-Gut. In Lärz an der Mecklenburgischen Seenplatte ist ein weiterer Fall von Vogelgrippe in einem Legehennen-Betrieb aufgetreten. (Symbolfoto)
Ein Warnschild mit der Aufschrift "Seuchenobjekt Betreten verboten!" hängt nach einem Vogelgrippe-Ausbruch an einem Geflügel-Gut. In Lärz an der Mecklenburgischen Seenplatte ist ein weiterer Fall von Vogelgrippe in einem Legehennen-Betrieb aufgetreten. (Symbolfoto)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Wie der Leiter des Kreisveterinäramtes, Guntram Wagner, am Donnerstag sagte, wurden die etwa 29.000 Tiere wie vorgeschrieben nur noch in Ställen gehalten und durften nicht mehr ins Freie.

Vorschriften zur "Biosicherheit", wie das Umkleiden der Mitarbeiter und andere Desinfektionsmaßnahmen, habe der Betrieb in einem kleinen Ortsteil von Lärz nach bisherigen Untersuchungen eingehalten. Es gebe weitere Prüfungen. In der Firma war das Geflügelpestvirus H5N8 festgestellt worden.

Unterdessen hätten Spezialisten mit der vorgeschriebenen Tötung und Entsorgung der Tiere, die in zwei Ställen gehalten werden, begonnen, hieß es. Dies soll möglichst schnell abgeschlossen werden.

Um den kleinen Ort wurde ein kleineres Sperrgebiet und ein größeres Beobachtungsgebiet im Radius von etwa zehn Kilometern festgelegt. Dort gelten besondere Beschränkungen. Davon sind auch Geflügelhalter im benachbarten Brandenburg betroffen.

Im Radius von 10 Kilometern werden mehr als 600.000 Hühner und anderes Geflügel gehalten. "Bisher gibt es keinen anderen Verdachtsfall", sagte Wagner. Im Nordosten mussten seit November mehr als 100.000 Hühner, Enten und Gänse wegen Vogelgrippe getötet und entsorgt werden. Als Ursache nannten Wissenschaftler den Kontakt mit infizierten Wildvögeln.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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