Seenplatte erstes Corona-Hochrisikogebiet in Mecklenburg-Vorpommern

Rostock/Neubrandenburg - Erstes Hochrisikogebiet: Monatelang hatte Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der Bundesländer die geringste Zahl an Corona-Neuinfektionen. Vor allem in der Grenzregion zu Brandenburg hat sich das geändert.

Ein Schild mit dem Schriftzug "Covid" steht auf dem Gelände des Krankenhauses in Demmin. Der Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte wurde am Donnerstagabend als Hochrisikogebiet ausgewiesen.
Ein Schild mit dem Schriftzug "Covid" steht auf dem Gelände des Krankenhauses in Demmin. Der Landkreis Mecklenburgische-Seenplatte wurde am Donnerstagabend als Hochrisikogebiet ausgewiesen.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gelten daher ab 8. Januar verschärfte Ausgangsbeschränkungen. Das hat der Landkreis am Donnerstagabend in einer Allgemeinverfügung festgelegt.

Demnach dürfen Bürger zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr des Folgetages ihre Wohnstätten nur unter ganz bestimmten Bedingungen verlassen.

Dazu zählen unter anderem Wege zur Arbeit, Schulbesuche, die Teilnahme an notwendigen Veranstaltungen der Landesregierung, bestimmte Jagdeinsätze wie etwa gegen die Afrikanische Schweinepest sowie weitere unaufschiebbare Anliegen.

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Hintergrund ist, dass an der dünn besiedelten Seenplatte am Donnerstag erstmals im Nordosten der Richtwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen überschritten wurde.

Die sogenannten 7-Tage-Inzidenz liegt dort nun bei 220,9. Die Region gilt damit als Hochrisikogebiet.

Weitergehende Einschränkungen würden in den nächsten Tagen geprüft.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

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