Skandal um Waffenkauf: Was wussten die Behörden im Fall Caffier?

Schwerin - Der Waffenkauf des inzwischen zurückgetretenen Innenministers Lorenz Caffier (CDU) bei einem Händler unter Rechtsextremismus-Verdacht beschäftigt am Donnerstag den Innenausschuss des Landtags

Auf dem Monitor eines Smartphones ist Lorenz Caffier (CDU) zu sehen.
Auf dem Monitor eines Smartphones ist Lorenz Caffier (CDU) zu sehen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Caffier selbst wird nicht erscheinen, er hat sich nach seinem Rücktritt am Dienstag krankgemeldet. Das Innenministerium wird von Staatssekretär Thomas Lenz (CDU) vertreten.

Caffier hatte am Dienstag sein Amt niedergelegt - vier Tage, nachdem er auf öffentlichen Druck hin eingeräumt hatte, eine Pistole von einem Händler gekauft zu haben, bei dem das Landeskriminalamt Anhaltspunkte für rechtsextremistische Äußerungen sieht.

Caffier hatte betont, erst im Mai 2019 von dem Verdacht erfahren zu haben.

Kontakt zur rechtsextremen Prepper-Gruppe "Nordkreuz"

Peter Ritter (Die Linke) spricht während einer Landespressekonferenz.
Peter Ritter (Die Linke) spricht während einer Landespressekonferenz.  © Christian Charisius/dpa

Der Innenexperte der Linken im Landtag, Peter Ritter, sieht noch viele offene Fragen in dem Komplex, zum Beispiel zum zeitlichen Ablauf.

So sei nicht klar, was die Behörden und zuständigen Dienste zwischen Sommer 2017, als die rechtsextreme Prepper-Gruppe "Nordkreuz" aufflog und dem Frühjahr 2018, als Caffier die Waffe kaufte, konkret gewusst haben, sagte er.

Der Waffenhändler und Schießplatzbetreiber soll Beziehungen zu "Nordkreuz" gehabt haben.

Die Linke hat beantragt, dass der Tagesordnungspunkt öffentlich sein soll.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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