Tödliche Gefahr in der Ostsee: Behörden warnen vor fiesen Bakterien

Rostock - Bei den sommerlich steigenden Temperaturen müssen Badende in der Ostsee auch in diesem Jahr wieder mit Vibrionen rechnen.

Bakterien tummeln sich in einer Petrischale in einem Labor. (Symbolbild)
Bakterien tummeln sich in einer Petrischale in einem Labor. (Symbolbild)  © Katarzyna Białasiewicz/123RF

Darauf hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Freitag in Rostock hingewiesen.

In seltenen Fällen verursachten Vibrionen schwere Infektionen, erklärte das Amt. Im vergangenen Jahr starben Bade-Gäste nach einer Vibrionen-Infektion (TAG24 berichtete).

Gefährdet seien jedoch nur sehr wenige Badegäste, vor allem Ältere, Menschen mit chronischen Grundleiden oder einer Immunschwäche.

Wer zur Risikogruppe gehöre und Hautverletzungen habe, solle den Kontakt mit Meer- oder Brackwasser aber möglichst meiden.

Die Zahl sommerlicher Vibrionen-Infektionen könnte in den kommenden Jahren in Folge der globalen Erwärmung insbesondere an der Ostseeküste weiter zunehmen. 

Grund dafür sind laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) steigende Wassertemperaturen etwa der Meere und in Flussmündungen. Sie erleichtern den salztoleranten Bakterien die Ausbreitung. 

Vibrionen sind an der gesamten Ostseeküste bis in den baltischen Raum verbreitet. Auch an der Nordsee etwa in Flussmündungen kommen sie vor.

Badegäste müssen in diesem Jahr nicht nur auf mehr Abstand achten. (Archivbild)
Badegäste müssen in diesem Jahr nicht nur auf mehr Abstand achten. (Archivbild)  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Gute Wasserqualität

Insgesamt hat das Wasser an den Stränden in Mecklenburg-Vorpommern aber eine sehr gute Qualität, wie das Amt weiter berichtete.

An den etwa 500 ausgewiesenen Badestellen im Nordosten sei das Baden uneingeschränkt möglich.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa, Katarzyna Białasiewicz/123RF

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