Mecklenburg-Vorpommern räumt Touristen Gnadenfrist ein

Schwerin - Auch Mecklenburg-Vorpommern macht für Touristen dicht. Bis spätestens zum 5. November müssen sie abreisen.

Touristen sind am Ostsee-Strand von Graal-Müritz unterwegs.
Touristen sind am Ostsee-Strand von Graal-Müritz unterwegs.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Das kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) am Freitagabend in Schwerin nach einer Kabinettssitzung an. 

Grundsätzlich dürften vom 2. November an für den restlichen Monat keine Gäste mehr für touristische Zwecke aufgenommen werden.

"Natürlich gilt für die Gäste, die schon da sind, dass sie eine Zeit haben, auch wieder zurückzureisen", sagte Schwesig. 

Dies gilt demnach für alle Buchungen, die bis einschließlich Freitag getätigt worden seien. Wer eine Unterkunft später buche, müsse bis zum kommenden Montag wieder abreisen.

Vom Montag an soll es bundesweit bis Ende November einen Teil-Lockdown geben. Hotels dürfen dann keine Touristen empfangen. Unter anderem damit sollen die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen werden. 

Darauf hatten sich Bund und Länder am Mittwoch verständigt.

Tourismusbranche im Land schwer getroffen

Das Nachbarbundesland Schleswig-Holstein hatte am Freitag eine ähnliche Regelung wie Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Grundsätzlich müssen Touristen dort bis zum 2. November abgereist sein, Urlauber auf den Nordsee-Inseln und Halligen bekommen wegen der Kapazitäten im Fährverkehr sowie den Autozügen bis zum 5. November Zeit, wie die Landesregierung am Freitag in Kiel unter Verweis auf die jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse mitteilte.

Die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns mit beliebten Reisezielen wie Rügen und Usedom war von der Corona-Krise schwer getroffen worden. Im Frühjahr konnten die Tourismusbetriebe zunächst gar keine Gäste empfangen, dann zuerst nur welche aus dem Bundesland selbst. Danach folgte eine stufenweise Lockerung, bis wieder alle Betten belegt werden durften. 

Auch in Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Corona-Zahlen zuletzt deutlich an. Mittlerweile gelten mehrere Landkreise als Corona-Risikogebiete.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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